In Ihrer Kommentarüberschrift haben Sie die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin impliziert und im Text einen Dissens hergestellt, den es nicht gibt. Finanzminister Schäuble ist ein Kenner der Materie und besitzt eine große Kompetenz im In- und Ausland, ist aber kein Diplomat, sondern ein Verfechter deutscher Interessen.
Wirtschaftsminister Gabriel hat gezeigt, dass es möglich ist, sich in ein schwieriges Sachgebiet schnell einzufinden, und hat die nötige Anerkennung bei der Wirtschaft. Die SPD (...) hat vielen Menschen in materieller Hinsicht aufs Pferd geholfen und dabei vergessen, dass Undank der Welten Lohn ist.
Deshalb wäre es gut, wenn Sie der guten Arbeitsteilung der jetzigen Regierung ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken würden und die spekulativen Aspekte über Kanzlerschaften sekundär sind. Der Souverän wird am Wahltag entscheiden, wo er sein Kreuz macht.
