„Was tun, wenn der Stall brennt? – Landwirtschaft: Tiere können bei Feuer oft nicht gerettet werden – Fluchtwege schwierig umzusetzen“, Im Nordwesten, 19. November

Ich bin doch erstaunt mit welcher Selbstverständlichkeit von einem „Stall“ gesprochen wird, wenn der sogenannte „Stall mit Spaltenböden“, wohl besser bezeichnet als Käfig, abgebildet wird.

Na klar, wie sollte es anders sein: Freilandhaltung und Ställe mit Strohböden sind bei großen Beständen teurer und arbeitsintensiver. Aber artgerechter.

Im Kontext des Artikels mag er wohl sehr vorteilhaft sein, so ein Käfig will einfach nicht brennen. Vorteil? Für wen eigentlich?

Wencke Hlynsdóttir Wiefelstede

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Schweine im Brandfall aus dem Stall evakuieren zu wollen ist aussichtslos, wie Herr Roberg als Experte feststellt. Auch das Foto lässt erkennen, dass in modernen Ställen keine wirkliche Möglichkeit bestehen kann, die Tiere in kurzer Zeit aus der Gefahrenzone zu entfernen. Sie ersticken folglich unter entsetzlichen Qualen. Denn an Filteranlagen, welche entstehende Schadgase und Rauch abziehen würden, wird aus Kostengründen gespart. Das ist ein eklatanter Verstoß gegen rechtliche Bestimmungen: In Artikel 20a des Grundgesetzes ist der Schutz der Tiere als Staatsziel verankert, und laut Tierschutzgesetz dürfen einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden nicht verursacht werden. Wirtschaftliche Erwägungen, hier das Einsparen von Kosten für wirksame Filter, stellen aber keinen vernünftigen Grund dar. (...)

Dr. Hans-Heinrich Fiedler Oldenburg