Ergänzend zu der Person Strauß sollte auch in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass drei weitere Offiziere der ehemaligen Deutschen Wehrmacht bedeutende politische Posten später in der Bundesrepublik Deutschland innehatten, welche vorher den „Fahneneid“ auf Hitler leisteten, von den man auch nicht genau weiß, welche Tätigkeiten sie vorher ausübten. Der „zweifelhafte Nachruf“ auf Strauß dürfte insofern nicht gerechtfertigt sein, zumal sich bis heute keine Geschädigten (...) gemeldet haben.
Bei diesen weiteren Offizieren handelt es sich um die Altpräsidenten Scheel und von Weizsäcker sowie um Altkanzler Schmidt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn Strauß Bundeskanzler geworden wäre, er in seiner Amtszeit freiwillig auf ein Drittel des ehemaligen Deutschen Reiches zugunsten Polens verzichtet hätte. Es sei denn, wenn die ehemaligen Siegermächte ihn dazu genötigt hätte. Man hat dem deutschen Volk bisher verschwiegen, was tatsächlich „ausgehandelt“ wurde. Ich bin mir ebenfalls nicht ganz sicher, ob Strauß von sich aus auch die Stationierung von US-Atomwaffen auf deutschen Boden gestattet hätte und seine Zustimmung zum Nato-Doppelbeschluss gegeben hätte. (...)
Abschließend sei noch zu Strauß gesagt, dass er mit seiner Gradlinigkeit, manchmal mit seinem polterhaften Auftreten, ein ehrlicher Politiker geblieben ist und so machen ins Gewissen zurückgeholt hat, wenn es darum ging, der deutschen Bevölkerung die Wahrheit zu sagen. Er dürfte daher bis heute als der aufrichtigste unter deutschen Politikern geblieben sein.
