Lautes Geschrei gegen den Vorschlag der Grünen zu einem fleischlosen Tag, dagegen kaum Aufregung zum kriminellen und menschenverachtenden Umgang mit den nicht regulär Beschäftigten in der Fleischindustrie.
Die Beschwichtigung, es handele sich nur um einige schwarze Schafe, ist völlig daneben und irreführend. In einer Region, in der christliche Werte angeblich eine große Bedeutung haben, werden Menschen flächendeckend und systematisch ausgebeutet. Dass andere Regionen und andere Branchen genauso betroffen sind, mindert das Problem nicht. Hier hat sich jahrelang eine kriminelle Struktur aufgebaut, und keiner will es bemerkt haben. Das ist wohl nach dem Motto gegangen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Auf die Anklagebank gehören Vermieter, die sittenwidrige Mieten für menschenunwürdige Behausungen verlangen, das gesamte Geflecht der mafiös strukturierten Arbeitsvermittlung und die Geschäftsleitungen der Fleischbetriebe, die diese Entwicklung wissentlich zugelassen oder gar gefördert haben. (...)
