„Wenn man Veränderungen hasst – Premiere: ,Supergute Tage‘ im Staatstheater – Nach dem Roman von Mark Haddon“, Kultur,6. Oktober

Eine rauschende Premiere mit stehenden Ovationen feierte das Theaterstück „Supergute Tage“, das am Sonnabend im Kleinen Haus Premiere hatte. Das Team um die junge Regisseurin Jana Milena Polasek, vor allem die (...) Hauptdarstellerin der Figur des „Christopher“, Franziska Werner, zelebrierte Theater der Extraklasse. Das hat man schon längere Zeit im Oldenburger Staatstheater vermisst.

Ein Wermutstropfen zum Auftakt der anschließenden Premierenfeier lieferte allerdings der neue Generalintendant Christian Firmbach mit seiner unbedeutenden, Souveränität vermissen lassenden Ansprache, die in keiner Weise der Leistung des Schauspielerteams gerecht wurde.

Offenkundig war, dass keine saubere Recherche über die Anzahl der Inszenierungen des von ihm engagierten Kollektivs „Polasek & Grau“ betrieben wurde und das anschließende stotternde Vorlesen der Namen von den Mitarbeitern, die hinter der Bühne ihre Arbeit verrichten, warf ein klares Licht auf die Unkenntnis der Belegschaft seines Hauses. Letztendlich halfen da auch keine platten „Gute-Laune-Spots“, die hörte man bereits zuhauf an den Losbuden des Kramermarktes.

Ein toller, nicht hoch genug zu lobender Abend, der im Foyer auf holperigem Parkett gefeiert werden musste.

Hartwig Müller Oldenburg