„6000 demonstrieren gegen AfD – Parteitag: Umzug in Oldenburg bleibt friedlich – Verletzte bei Blockaden am Morgen“, Titelseite, sowie „Pöbeleien, Tumulte und vier Festnahmen – Aufregung vor dem Parteitag in Oldenburg – Warum die Polizei wie reagierte“, Analyse von Christian Ahlers, Oldenburg Land, 29. Oktober

In der Tat, die Demonstration gegen den AfD-Landesparteitag am Samstag, dem 27.10. war ein überwältigender Erfolg! Wer hätte zuvor damit gerechnet, dass über 6000 Teilnehmer in Oldenburg mit Transparenten und originellen Plakaten auf die Straße gehen (...)? Dieser Zug durch die Oldenburger Innenstadt hat gezeigt: hier haben Intoleranz und rechte Propaganda wenig Chancen.

Ein bedauerlicher Wermutstropfen: Leider wurde diese machtvolle Manifestation von Teilen der Veranstalter dazu missbraucht, auf der Abschlusskundgebung plumpe Propaganda für die rechts-nationalistische Regierung in Israel zu betreiben und alle Kritiker der aktuellen Politik dieser Regierung als „Antisemiten“ zu diffamieren. Auf unflätige Weise wurde ein Vertreter palästinensischer Interessen aufgefordert, sich „zu verpissen“. Es ist unschwer vorauszusagen, dass ein solches Vorgehen die anti-rassistische Bewegung schwächen und, über kurz oder lang, spalten würde. (...)

Reza Haghighi-Badrian, Annemone Brinkmann, Ulrich Hartig, Hermann Jack, Werner Kuhns, Johannes Petrich, Bernd Rautenberg (alle Oldenburg) Sabine Frieden Wardenburg Dieter Klusmann Varel

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Ich kann mich noch daran erinnern, dass das Management der Weser Ems Halle zu Oldenburg dereinst die Austragung von „Deutschland sucht den Superstar“ abgelehnt hat unter anderem mit der Begründung, das Bohlens Sprüche jugendfeindlich unmoralisch sind.

Mal ehrlich, mir wären Bohlens Sprüche in der Halle und kreischende Teenies davor tausendmal lieber, als ideologische Verblendung und Krawalle. Offensichtlich ist sich das Management der Weser Ems Halle gar nicht bewusst über seine Rolle in der Gesellschaft. Und hoffentlich nicht selbst AfD.

Volker Ueberlein Oldenburg