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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Über die alliierten Bombenangriffe in Dresden

22.02.2020
Betrifft: „Nazi-Hochburg und Rüstungsschmiede – Zweiter Weltkrieg: Vor 75 Jahren wurde Dresden durch alliierten Bombenangriff zerstört“, Nachrichten, 13. Februar

Staunend blickte ein 9-Jähriger vom Stadtrand Dresdens zu später Stunde in Richtung der Altstadt: Vom Himmel schwebten helle Gegenstände zum Erdboden.

„Das sind Beleuchtungsbomben, Tannenbäume genannt, die Fliegern nachts die Ziele erhellen sollen, – oh wehe, ein Bombenangriff wird gleich folgen” erklärte die Mutter.

Und so kam es: Einschläge, Brände, Rauchschwaden aus dem Bereich der bald völlig verbrannten Altstadt. Noch vier Nächte lang war der Himmel rot! Die Oma in Dresden konnte nicht besucht werden, keine Straßenbahn fuhr mehr. Die Innenstadt ausgelöscht! 75 Jahre später: In der NWZ am 13. Februar las der frühere 9-Jährige unter – „Nazi Hochburg und Rüstungsschmiede“ einen Artikel von Jörg Schurig. Hintergrundwissen? Nazis lebten dort sicherlich, das Umfeld war eher bürgerlich. Rüstungsschmiede? Die Altstadt beherbergte international anerkannte Kunststätten, große Rüstungsbetriebe kaum (...).

Die Stadt war mit vielen Flüchtlingen aus dem Osten überfüllt. Rund 25 000 Menschen starben an Hitze und Sauerstoffmangel (...)!

Waren die Angriffe von Abkommen gerechtfertigt? In den Jahren um 1900 wurde die Haager Landkriegsordnung ausgehandelt und von den Großmächten ratifiziert: Festlegung menschlicher Behandlung von Kriegsgefangenen, die Verwendung von Giftgasen und zum Beispiel die Beschießung unverteidigter Orte und Wohnstätten verboten. Die negativen Erfahrungen des ersten Weltkrieges führten zu den ergänzenden „Genfer Vereinbarungen von 1949“, heute kaum noch bekannt. Gute Gedanken, sinnvolle Einschränkungen bei den grausamen Kriegshandlungen. (...) Sind sie unseren Politikern und Staatslenkern überhaupt im Bewusstsein bei Aussagen zu früheren Geschehnissen?

Wolfgang Oehrl Oldenburg

Betrifft: „Entschlossen dagegenhalten!“, Kommentar von Andreas Herholz zum Gedenken an Dresden, Meinung, 14. Februar

Ich habe gerade den Leitartikel von Herrn Herholz gelesen. Ich kann dazu nur sagen, Thema zum Teil verfehlt!

Bei der Bewertung der traumatischen Bombardierungen deutscher historischer Innenstädte in den letzten Kriegsmonaten sind Historiker von allen Seiten der ehemaligen Kriegsgegner sich einig: Es waren Verbrechen an der Menschlichkeit – da schließe ich mich auch vorbehaltlos den Worten von Günther Grass an. (...)

Wir wollen nicht die unermesslichen Opfer bei den alliierten Soldaten verschweigen, die uns von der Nazi-Tyrannei befreit haben, aber das, was die Alliierten, allen voran Arthur Harris und das RAF Bomber Command, in den letzten Kriegsmonaten über völlig wehrlose deutsche Städte nach den Motte „wen nehmen wir uns denn heute mal vor“ hereinbrechen ließen, sollte man so bezeichnen, wie es war: Verbrechen an der Menschlichkeit! (...)

Eckhard Dunkhase Oldenburg

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