„Niedersachsen will Bau der A 20 weiter vorantreiben“, Im Nordwesten, 7. Juni, „Gegner sehen Ende für A 20“, Oldenburger Land, 8. Juni, sowie „Wirtschaft pocht auf zügigen Bau der A 20“, Titelseite, 9. Juni
Die drei Artikel um die A 20 (Politik, Gegner und Wirtschaft), die in den vergangenen Tagen zu lesen waren, sollten wohl aufzeigen, was unbedingt gelesen werden soll. Die Meinung der „armen“ Wirtschaftsleute prangte auf Seite eins. Was die „Armen“ schon in die A 20 investiert haben, war unter anderem zu lesen. Das nenne ich kurzum Unternehmerrisiko. Was wohl kaum der Rede wert ist, denn die (Un)Summen, die bei Verwirklichung auf die Steuerzahler zukommen, werden ein Vielfaches dessen sein, was bisher veranschlagt wurde. Das kennen wir doch von anderen Großprojekten.
Wir brauchen keine Autobahn, die Häfen verbindet, denn das erledigt die Schifffahrt. Und mehr Autobahn hat bisher auch nur dazu geführt, dass mehr Fahrzeuge unterwegs sind, was unserer Umwelt gar nicht gut bekommt. Mal abgesehen von der Verschandelung unserer wunderschönen Landschaft. Ein Umdenken ist erforderlich, und in Schleswig-Holstein hat es begonnen. Weiter so!
Jürgen Englisch, Oldenburg
Unternehmen aus dem Nordwesten hätten die Planungen für die A 20 bereits mit 750 000 Euro unterstützt“. Diese freiwillige Leistung sieht doch etwas mickrig aus, im Vergleich zu den 40 000 000 Euro, die von den Steuerzahlern in Niedersachsen auf Druck der Wirtschaftsinteressen erbracht werden müssen. Und dies nur für Planungen einer Autobahn von Westerstede bis zur A 7, die ohne entsprechende Verpflichtung im Bundesverkehrswegeplan ausgegeben werden. Da hilft es auch nicht, wenn Wirtschaftsminister Jörg Bode fordert, Ramsauer müsse Druck auf Kiel machen. Denn durch die fehlende Finanzierung eines neuen Elbtunnels wird die A 20/22 nie gebaut.
Daniel Schaetzle, Jade
