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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Unrecht muss genannt werden

02.08.2014
Betrifft: „Israel greift in Wohngebieten an“, Nachrichten, 21. Juli, sowie weitere Berichte zum Nahostkonflikt

Die Perversität der Produktion, des Exports und letztlich des Einsatzes von Kriegswaffen wird wohl jedem Menschen deutlich, der nur mal eine Minute intensiv über den Inhalt der widerlichen Wortschöpfung „humanitäre Feuerpause“ nachdenkt.

Bernd zu Klampen Apen

Wenn man einige der letzten Kommentare und Artikel zum Thema Nahostkonflikt liest, könnte der Eindruck entstehen, dass jedwede Kritik an Handlungen des Staates Israel grundsätzlich einen antisemitischen oder judenfeindlichen Hintergrund hat und somit unzulässig ist. Kritiker laufen Gefahr, als Nazis, extremistische Linke oder als islamische Antisemiten eingruppiert zu werden.

Aber viele Kritiker gehören keiner dieser Gruppen an, verfolgen humanistische Ziele, sind für den Staat Israel, gegen die Raketenangriffe der Hamas, aber auch gegen die jahrelange Entrechtung und Unterdrückung des palästinensischen Volkes, gegen die rechtswidrige Inbesitznahme palästinensischer Landesteile, gegen die Ab- und Ausgrenzung durch Mauerbauten, gegen ein „Freiluftgefängnis Gaza“, oder auch nur gegen Kriege.

Berechtigte Kritik an Handlungen von Staaten muss möglich sein, auch gegenüber der Hamas und dem Staat Israel. Selbstverständlich in sachlicher und angemessener Form. Hetze jeglicher Art ist unangebracht, hilft den Betroffenen nicht und verschärft die Situation. Aber Unrecht bleibt Unrecht und darf auch so genannt werden, egal von welcher Seite aus verübt.

Vielleicht sollte die UN die kriegsführenden Parteien trennen, die widerrechtlich besetzten Gebiete räumen und an die vertriebenen Palästinenser zurückgeben, für einen Wiederaufbau der zerstörten Ortschaften sorgen und unabhängige Ermittler vor Ort mit der Prüfung und Verfolgung eventueller Kriegsverbrechen beziehungsweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit beauftragen.

Horst Dormann Rastede

Im Nahen Osten wird wieder gekämpft und getötet, wie seit eh und je, man kann sagen, wie seit Kain und Abel. (...) Es ist das Beschämende, dass es offensichtlich niemand geben will, der die hierfür verantwortlichen Ursachen überhaupt nennen, geschweige etwas dagegen unternehmen will.

Und die Ursache der Kriege sind einzig und allein in der demografischen Entwicklung aller hier am Streit beteiligten Völker begründet. Der Gaza-Streifen, noch vor ein paar Jahrzehnten ein fast unbewohnter Wüstenstreifen, (...) mit jetzt ein paar Millionen Menschen; auf der anderen Seite ein der Doktrin – wachset und mehret Euch – gehorchendes Volk, das sein Bevölkerungswachstum mit einer umstrittenen Siedlungspolitik befrieden will. Frieden bildende Maßnahmen, die nicht auf die demografische Entwicklung hinzielen, sind nicht nur heuchlerisch, sie sind vergebene Zeit. China hat vor Jahrzehnten die Problematik erkannt und Freiheit einschränkende Maßnahmen ergriffen, mit der Folge, dass dieser Dampfkessel friedlich blieb.

Ferdinand Diedrich Essen

Betrifft: „Als Deutscher würde ich mich schämen“, Interview mit Botschafter Yakov Hadas-Handelsman zum Thema anti-israelische Proteste, Nachrichten, 22. Juli

Ich bin etwas irritiert. Die Überschrift über Ihrem Artikel suggeriert, dass in der deutschen Bevölkerung ein neuer Antisemitismus entsteht. Ich bin sicher, dass das nicht der Fall ist.

Man mag das Vorgehen des israelischen Staates kritisieren oder nicht, aber die beschriebenen Hassparolen stammen ganz offensichtlich von arabisch-stämmigen oder palästinensischen Personen, egal ob sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben oder nicht. Hinzu kommen dann die radikalen Linken und die autonome Szene.

Aus diesem Personenkreis kommen auch zu einem großen Teil die Menschen, die mich als AfD-Wahlkämpfer angegriffen haben, obwohl ich das auf keinen Fall gleichsetzen möchte.

Insbesondere die linken und autonomen Gruppen nehmen für sich in Anspruch, die Deutungshoheit über die Frage zu besitzen, was in einem demokratischen Rechtsstaat zulässig ist und was nicht. Ich persönlich finde die aufkommende anti-jüdische Stimmung unerträglich, schäme mich als Deutscher allerdings überhaupt nicht. Ich bin absolut sicher, dass Deutsche ohne arabischen/islamischen Migrationshintergrund diese Vorkommnisse ebenso verurteilen, wie ich das tue. Das wird auch bei dem Großteil der muslimischen Mitbürger nicht anders sein.

Bei den aktuellen Vorkommnissen wird schlicht offenbar, dass ein uralter Konflikt nach Europa „importiert“ wurde und radikale Muslime und Linksautonome das nutzen. Schade, dass Ihr Interview den weniger politisch interessierten Menschen einen völlig falschen Eindruck vermittelt. Oder war Ihnen das bewusst?

Torsten Heider Sykburg

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