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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Unterricht in Sprachlernklassen

17.08.2019
Betrifft: „Lob und Kritik an Linnemann – Bildung: Stellvertretender Unionsfraktionschef verteidigt Vorschulpflicht“, Nachrichten, 7. August, sowie „Kein Deutsch, keine Schule – Bildung: Unions-Fraktionsvize stößt Diskussion an“, Nachrichten, 6. August

Der Vorstoß von Carsten Linnemann ist notwendig und richtig. Es geht nicht um Ausgrenzung, sondern darum, vor Einschulung die Kinder zu befähigen, dem Unterricht zu folgen. Dass dies anscheinend von bestimmten Kreisen bewusst falsch verstanden wird (Ausgrenzung, Populismus), zeugt von intellektueller Armseligkeit und plattem Schwarz-weiß-Denken.

Dr. Alfred Jensen
Varel-Dangast

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Großes Lob für Sie Herr Linnemann! Jahrelang habe ich in Hollen/Uplengen eine Grundschule mit Vorklassen geleitet in einer Zeit, als Inte­gration noch kein Problem war – mit sehr gutem Erfolg. Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, weshalb diese wichtige Vorstufe zur Grundschule wieder abgeschafft wurde. Mein Vorschlag: eine Vorschulpflicht für alle Kinder. Dann würde es keine „Ausgrenzung“ geben, im Gegenteil! Sprachbezogene und soziale Lernchancen in der Vorschule können doch „gesellschaftspolitisch“ nicht falsch sein?

Almut Kuper
Rektorin i. R., Oldenburg

Das politische Sommerloch generiert zuweilen Profilierungsansätze von Politikern, die ihresgleichen suchen; so der von Herrn Linnemann. Sicher sind vornehmlich Kinder mit Migrationshintergrund gemeint, jedoch finden sich auch bei Kindern deutschsprachiger Eltern häufig erhebliche Defizite. Ständige Achtsamkeit und viele Sprachanteile (auch Vorlesen sowie soziale Kontakte) seitens der Eltern in den ersten Jahren kostenlos. Jedoch sind die danach eventuell notwendige Sprachförderung im Kindergarten (für alle Kinder!) sowie das Lernen in Sprachlernklassen mit qualifizierten Lehrerinnen nur mit entsprechenden finanziellen Mitteln zu erreichen. Nur so kann Chancengleichheit entstehen!

Lisa Wildner
Oldenburg

(...) Ich bin 1952 geboren, in Ostfriesland. Und ich erinnere mich gut an die ersten Schuljahre in der Volksschule.

Viele Schulkinder (einen Kindergarten gab es bei uns auf dem Lande nicht) sprachen damals ausschließlich Plattdeutsch (seit 1994 als Minderheitensprache durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen anerkannt) und kein einziges Wort Hochdeutsch.

Das war für die Kinder, für deren plattdeutsch sprechende Eltern und für die Lehrerinnen und Lehrer, die überwiegend aus Hochdeutsch sprechenden Regionen kamen, nicht einfach. Und doch hat es funktioniert. Keine und keiner fiel durchs Netz.

Die Kinder konnten die damals vierjährige Volksschule, ab Klasse 5 weiterhin die Volksschule oder die Mittelschule oder die Oberschule erfolgreich absolvieren und anschließend in eine Berufsausbildung, in ein Studium, ins Leben starten.

Okay, die 1950er und 1960er Jahre waren anders als die heutige Zeit. Trotzdem plädiere ich (ich bin keine Lehrerin) vehement für eine gemeinsame und integrative Beschulung in der Grundschule, für alle schulpflichtigen Mädchen und Jungen, von Anfang an. Helfen wir denen, die mit der deutschen Sprache ihre Probleme haben, ob hier oder anderswo auf der Welt geboren. Das kann (fast) jeder, zum Beispiel im persönlichen Umfeld, in der Nachbarschaft, im Kindergarten, im Verein, in der Kirchengemeinde und bestimmt auch in den Schulen – ehrenamtlich! Die Politik muss für Kindertagesstätten und Grundschulen die Rahmenbedingungen hinsichtlich Gruppengrößen, Klassengrößen und Personal anpassen und dafür Finanzmittel zur Verfügung stellen. (...)

Karin Emmelmann
Oldenburg

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