Ja, Herr Dr. Tschapke, die Journalisten tragen seit Jahren dazu bei, dass sich die deutsche Sprache in der letzten Zeit so sehr zu ihrem Nachteil verändert hat. Nicht nur die lästigen, zum Teil unerträglichen Anglizismen überschwemmen unseren Alltag (Beispiele in Ihrem Artikel). Auch die eigenartigen Sprachschöpfungen „wegen dem schlechten Wetter“ „die Entwicklung besorgt uns“ „diese Musik befördert gute Laune“ „am Ende des Tages war der Kampf verloren“ „alles ist spannend“ (das Gemälde, das kleine Mädchen, der Regenguss, das neue Gesetz, dieser Tretroller ...), habe ich in der letzten Zeit in den Medien gelesen.
Nebenbei: Ein Imbiss vor dem Real-Eingang in Oldenburg nennt sich „De Gold Hühner’s“. Die sprachlichen Überlegungen des Betreibers geben Rätsel auf.
Und dann der „Genderwahn“. Wer kann diesem Irrsinn Einhalt gebieten, wenn es nicht die „Schreibprofis“ (die Journalisten) selbst tun?
Der Verein Deutsche Sprache (VDS) kämpft seit vielen Jahren für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Sprache – vor allem vonseiten der Schulen, der Hochschulen, der Behörden, der Regierung und vonseiten der Medien. Der entscheidende Schritt muss die kurzfristige Umsetzung der Forderung „Deutsch ins Grundgesetz“ sein. Ich würde mir sehr wünschen, dass Ihr Artikel dazu beiträgt, dass der VDS neue Mitglieder bekommt (Der Jahresbeitrag beträgt nur 30 Euro).
Der Artikel von Herrn Dr. Tschapke hat mir aus der Seele gesprochen. Warum dürfen wir nicht mehr deutsch sein, auch wenn wir gern Europäer sind?
...vielleicht sind die Anglizismen ja ein Grund, dass die Rechtschreibung ein bisschen „stiefmütterlich“ behandelt wird. Im aktuellen Prospekt eines großen Möbelhauses steht tatsächlich: „spühlmaschinengeeignet“ und „spühlmaschinenfest“ mit „h“. Oder darf man das heute so schreiben?
Vielen Dank, dass Sie ausgesprochen haben, worüber sich fast alle Deutschen kaum noch Gedanken machen. Eigentlich braucht es nur die Überschrift, um das eigentliche Dilemma zu erfassen. Sie trifft es auf den Punkt.
Sprache ist für mich eigentlich der wichtigste Teil einer Kultur. Mir treibt es die Zornesröte ins Gesicht und ich schäme mich, wenn wir von unserem Land als dem „Land der Dichter und Denker“ reden. Diese Zeiten sind lange, sehr lange vorbei.
Jetzt ducken wir Deutsche uns vor jedem Hanswurst und wollen nur ja immer die Besten sein – die Größten sind wir ja dauerhaft! Aber wie kleinmütig sind wir eigentlich?
Es ist Trend, Denglisch zu reden – cool vielleicht auch noch. Wie jämmerlich!
Mir fällt bei diesen Trends dann immer Einstein ein: „Wer in einer Hammelherde mitlaufen will, muss als erstes ein Schaf sein.“
Müsste man nicht eigentlich resignieren, wenn der ESC zum Kulturgut zählt? Alles verloren? Ja fast. Aber wer bringt der Jugend unsere Sprache bei? Lehrer bestimmt nicht mehr. Ich habe in diesem Zusammenhang auch Angst um unsere Kinder, wenn sie in Schulen lernen, in denen es mehr als die Hälfte, und manchmal noch schlimmer, Schüler mit „Migrationshintergrund“ gibt, die kein Deutsch sprechen.
Wie kann man Herrn Krämer in die Nähe von Pegida und AfD rücken, wenn er sich vehement für unsere Sprache einsetzt? Dieses ganze Toleranzgetue ist nicht mehr zum Aushalten – und schon dagegen sollte man sich wehren.
Sie erwähnen die „stolzen Franzosen“ und haben damit so recht. Aber fällt das irgendjemandem auf? (...)
