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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Vor allem Fassungslosigkeit über Polizei-Artikel

27.06.2020
Betrifft: „Polizisten auf den Müll? – Wie in der Taz die Grenzen des Sagbaren von links ausgelotet werden“, Analyse von Alexander Will, Meinung, 19. Juni

Der von der Taz-Redakteurin Yaghoobifarah veröffentlichte Artikel hat die intellektuelle Strahlkraft einer klugen und lebenserfahrenen Frau. Er ist daher äußerst erhellend und vergleichbar mit dem biblischen Morgenstern von Bethlehem. Der einzige Unterschied: Der Morgenstern war für Menschen seiner Zeit wegweisend.

Hat die Verfasserin schon einmal an der Seite von Polizei und Rettungskräften um das Leben eines Menschen gerungen? Ich bin stolz darauf, in einem demokratischen Land zu leben, wo die Polizei selbst vom Müllplatz aus noch versuchen würde, die Verfasserin dieses Artikels zu schützen, falls ihre politischen Gegner ihr ans Leder wollten.

Gerd Krickhahn Essen

Auch wenn ich mit der Art Ihrer Berichterstattung, die oftmals provokant, polemisierend und auch provokativ ist, nicht immer einverstanden bin, stimme ich mit Ihnen überein, dass das gar nicht geht, wie Frau Yaghoobifarah (im weiteren Verlauf Frau Y. genannt) über Menschen schreibt. (...)

Eine Aussage, Menschen, die einen von der politischen Ausrichtung her nicht passen „auf die Müllhalde zu entsorgen, wo sie von Abfall umgeben sind und sich dort wohl auch am wohlsten fühlen…) – das macht mich sprachlos, besonders auch deshalb, weil es von einer Taz(!!!)-Journalistin geschrieben wurde, in einer Zeitung, die ich auch persönlich schätze und die ungemein wichtig ist für unsere vielfältige Medienlandschaft. Aber nicht mit solchen Artikeln und auch nicht mit solchen Journalistinnen.

Die Taz ist gut beraten, wenn sie Frau Y. schnellstens entlässt.

Zum Thema „Zensur“: Geht natürlich gar nicht, ganz klar, die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und darf nicht beschnitten werden. Viel einfacher wäre es, wenn man solchen Hass-Journalisten/innen keine Plattform bietet, wo solche Ergüsse publizitiert werden können.

Noch eine kleine Anmerkung: Frau Y. bezeichnet uns als „Kartoffeln“, die „Almans“ sind Hunde, wir haben eine „Dreckskultur“. Und „Unsere Heimat ist unser Albtraum“… Hört sich für mich als Deutscher recht rassistisch an…Also, schicken wir Frau Y. jetzt auch auf die Müllhalde, zu den anderen Rassisten?!

Man gut, dass wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben und nicht in einer Diktatur. Dort würden solche Äußerungen wahrscheinlich anders bewertet werden als hier.

Uli Schober Ganderkesee

Meinungsfreiheit schön und gut, aber so? Nein, danke! Journalisten spielen eine tragende Rolle in unserer Demokratie und es ist gut, wenn einige von ihnen auch mal polarisieren. Menschen können darüber diskutieren, ob die Polizei abgeschafft werden soll. Yaghoobifarah ist allerdings zu weit gegangen, indem sie einen ganzen Berufsstand pauschalisiert und mit Müll vergleicht. Eine Journalistin sollte eigentlich mehr Fakten sprechen lassen und nicht verallgemeinern.

Bei der Taz ist sie unter anderem Antirassismusredakteurin. Wenn ein Afd-Mitglied etwas Derartiges über Ausländer sagen würde, dann wäre sie wahrscheinlich die Erste, die auf die Barrikaden gehen würde. Damit sage ich nicht, dass das in einem solchen Fall nicht notwendig wäre! Es ist allerdings auch in dieser Situation erforderlich, den Mund aufzumachen.

Ein Gedankenspiel: Was würde ohne Ordnungshüter wie die Polizei passieren? Wie würde sich die Gesellschaft entwickeln? Es ist immer ein Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit. Wird die Sicherheit erhöht, so ist nur noch wenig Freiheit übrig – und umgekehrt. (...)

Unabhängig von der Diskussion, ob die Polizei abgeschafft werden sollte oder nicht, ist für mich eins ganz sicher: Ein solcher Kommentar, wie von Yaghoobidfarah, hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern ist einfach nur bösartig und abwertend. Und das hat nirgendwo auf der Welt etwas zu suchen.

Greta Stangner Wangerland

Ich denke, dass Meinungsfreiheit keine Grenzen hat und auch nicht haben sollte. Überhaupt keine. Meinungen sollten nicht zensiert werden, erst recht nicht durch einen Staat, so abwegig, kontrovers und abstoßend die Meinung auch sein mag.

Allerdings sollte es dann auch die Aufgabe der Gesellschaft sein, den Äußerer einer solchen Meinung sachlich davon zu überzeugen, dass er Unrecht hat. Ähnlich sollte verfahren werden, wenn eine Hengameh Yaghoobifarah meint, die Polizei sollte abgeschafft werden und die Polizisten sollten zu „ihresgleichen“ auf die Mülldeponie. Diese Meinung sollte ihr nicht verboten werden, aber ihr sollte angesichts dieser menschenverachtenden Aussage Paroli geboten werden. Und am besten boykottiert man das entsprechende Medium, die Taz, finanziell. Keine Meinung sollte illegal sein, aber das heißt nicht, dass Meinungen unanfechtbar oder über jede Kritik erhaben sein sollten.

Selbstverständlich brauchen wir die Polizei noch, und ich denke, tief in ihrem Inneren weiß Hengameh Yaghoobifarah das auch. Oft genug sind diejenigen, die am lautesten auf Staat und Polizei schimpfen, die Ersten, die nach ihnen rufen, wenn sie glauben, ihnen sei Unrecht angetan worden.

Errare humanum est – Irren ist menschlich. Die Polizei besteht aus Menschen, also kann auch die Polizei falsch liegen, sich irren oder falsche Entscheidungen treffen. Das sollte dann entsprechend kritisiert werden. Dennoch leisten die Polizisten einen unermesslichen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung, das sollte nicht vergessen werden. Eine Welt in grenzenloser Solidarität und ohne Verbrechen wäre schön. Sie ist und bleibt aber wohl eine Utopie. (...)

Tim Garbers Wardenburg

Satire darf nicht alles. Der Artikel in der taz, Polizeibeamte gehörten auf den Müll, wurde im Nachhinein von der taz als Satire bezeichnet. Kurt Tucholsky wäre erfreut, die Journalistin der taz ist sozusagen in seine Falle gegangen. Tucholsky sagt, „nirgends verrät sich der Charakterlose schneller als hier, nirgends zeigt sich fixer, was ein gewissenloser Hanswurst ist, einer, der heute den angreift und morgen den.“ Wenn er glaubt, Satire dürfe alles. Denn das darf sie nicht. Für Tucholsky war Buddha eine Grenze. Da denkt man unwillkürlich an die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo, Mohammed, und untergehakte Angela Merkel und Francois Hollande in den Straßen von Paris. Der Anschlag war natürlich dennoch nicht gerechtfertigt. Zwei Sätze sind in Deutschland scheinbar unausrottbar: Satire darf alles, und der Ball muss mit vollem Umfang die Linie überschritten haben.

Jan van der Pütten Hinte

Ich meine: Meinungsfreiheit ist ja grundsätzlich im Grundgesetz verankert. (...) Sicherlich hilft einfach schon alleine der gesunde Menschenverstand, nach dem sich dennoch diffamierende und beleidigende verbale Angriffe verbieten. Dazu bedarf es eigentlich keiner besonderen behördlichen Regulierung. Natürlich brauchen wir die Polizei. (...)

Ergänzend merke ich an, vielleicht über Ihre Frage hinausgehend, dass ich es nach meiner Überzeugung sehr bedauerlich finde, dass objektive und ehrliche Berichterstattung nicht stattfindet, insbesondere, wenn diese gegenüber „offiziellen Stellen“ kritisch ist. Das gipfelt ja darin, dass diese Veröffentlichungen teilweise einfach unterbunden werden (zum Beispiel You Tube-Beiträge, die einfach abgeschaltet werden). So etwas kann in keinem Fall so in Ordnung sein. Viel schlimmer ist für mich, dass derzeit ja Angst und Panikmache an der Tagesordnung sind und als Rechtfertigung für angeblich große Gefahr für die Bevölkerung solche Meinungsverbreitungen auf breiter Basis „klaglos“ und ohne etwas zu hinterfragen „regierungsgläubig“ hingenommen werden. „Der Rattenfänger hat damit seine Aufgabe vollständig erfüllt“.

Kurt Weidlich Berumbur

Ich könnte damit leben, auch derart abscheuliche Artikel wie den der Autorin unter Straffreiheit zu belassen, wenngleich sich mir hier wie zum Beispiel auch bei Aussagen wie „der türkische Präsident sei ein Ziegenficker“ einfach nur das Gefieder sträubt.

Was mich allerdings umtreibt, ist, dass zum Beispiel die CSU ihre scharfe Kritik, die sie äußert, wieder zurücknimmt und sich andere Politiker der meisten Medien und sonstige Institutionen nicht oder nur äußerst „sowohl als auch“ zu Worte melden.

Feuerwehrleute, ärztliche Bereiche, die Bundeswehr, die Polizei und andere Bereiche des öffentlichen Dienstes, alles Einrichtungen, die unserem Schutz dienen und bisher voll in die Gesellschaft integriert sind, werden angegriffen und die meisten nur halbherzig verteidigt.

Wehe aber, einer hält die Migrationspolitik für verfehlt und äußert dies, dann darf er gleich als Nazi benannt werden, eine Erfahrung, die Sie sicher auch selbst schon gemacht haben.

(...) Ich wünsche mir von der breiten Bevölkerung ein eindeutiges Statement für unsere „Freunde und Helfer aller Art“.

Marion Haiber per Mail

Die Analyse von Alexander Will über die Kolumne der Taz-Journalistin Hengameh Yaghoobifarah wie auch seine sonstigen Kommentare und Kolumnen in der NWZ heben sich wohltuend von dem sogenannten Haltungsjournalismus ab. Die Deutungshoheit über das, was Hass und Hetze, politisch korrekt, sagbar ist und was nicht, wurde in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr nach links verschoben. So ist aus dem vom Haltungsjournalismus verorteten Kampf gegen Hass und Hetze, natürlich nur gegen rechts, genau das geworden, was es ist, nämlich Hass und Hetze.

Wie hasserfüllt muss eine Journalistin der Taz sein, wenn sie Polizisten „auf die Mülldeponie verortet, wo sie nun wirklich von Abfall umgeben sind und sich unter ihresgleichen am besten wohlfühlen.“ Hier werden Frauen und Männer, Mütter und Väter, Omas und Opas als Angehörige der Polizei entmenschlicht und ihrer Würde beraubt. Schlimmer geht es nicht. Die Top-Terroristin der RAF Ulrike Meinhoff lässt grüßen. Für sie war der Staat ein „Schweinesystem“, folglich die Bullen „Schweine“, also keine Menschen, mit denen man sich auseinandersetzt. (...)

Werden nicht aus Worten Taten? Bei dieser Form des Haltungsjournalismus wird einem Angst und Bange um die Debattenkultur in unserem Land. Es ist kaum noch möglich, ohne Schaum vorm Mund zu haben, einen freien Diskurs über Europa, Flüchtlinge, Klima, Energie und Verkehr zu führen. Liberalkonservative werden zu Rechten gemacht, wer den Klimawandel anders definiert zum Klimaleugner (...).

Der Polizei rate ich, sie sollte sich bei dieser Rassismus- und Abfalldebatte lieber nicht auf die Politik verlassen. Dass die Polizei jedenfalls bei den Bürgern uneingeschränktes Vertrauen und Respekt genießt, was durch Meinungsumfragen immer wieder bestätigt wird, darauf kann sie zu recht Stolz sein.

Rainer SchlimbachPolizeibeamter a. D. Friedrichsfehn

Offenbar muss sich Frau Yaghoobifarah in unserer „Dreckskultur“ zwischen „Hunden“ sehr wohl fühlen, trotz ihrer Albträume. Welche Befähigung muss man eigentlich besitzen, um Referentin für Medienästhetik sein zu können? – Von Ästhetik kann ich jedenfalls in den Äußerungen von Frau Yaghoobifarah nichts entdecken.

Man muss unsere Kultur ja nicht mögen, aber sie weiß, dass sie sie in unserem Staat ungestraft verunglimpfen darf!! Menschenverachtender als diese Frau kann man wohl kaum sein. Mit dieser Abwertung von Menschen, die unsere Gesetze schützen sollen und das auch tun, schafft man ein Potenzial von Aggressionen auf beiden Seiten: die der Gesetzesbrecher und die der Gesetzeshüter.

Sigrid Skeib Oldenburg

Wohl in jedem Beruf gibt es circa zehn Prozent, die eine Fehlbesetzung sind, weil sie ihn nicht mögen, weil sie Charakterschwächen haben, mit Kollegen nicht umgehen können und so weiter. Die übrigen circa 90 Prozent tun brav ihren Dienst. In meinem langen Leben habe ich ausschließlich freundliche Polizisten kennen gelernt. Was für einen geistigen Horizont hat Frau Yaghoobifarah, wenn Sie sich auf die circa drei Prozent ungeeignete Polizisten fokussiert und die 90 Prozent ignoriert, die jeder Staat braucht, um seinen Menschen ein gesichertes Miteinander zu gewährleisten, um nicht im Chaos zu versinken.

Frau Yaghoobifarah hat iranische Wurzeln. Deshalb die Empfehlung, dass sie sich dort für ihre Kollegen einsetzt, die bei leisester Kritik am Staat seit Jahren unter fürchterlichen Bedingungen in Gefängnissen sitzen.

Karl Töppich Bad Zwischenahn

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