Betrifft:
„Wissenschaft verspielt ihr Ansehen“, Hintergrund-Seite zum Klimawandel, 15. FebruarZu den Protagonisten der Wissenschaftsgesellschaft gehört zweifelsfrei auch der Fachmann für Klimaforschung, der in Ihrer Zeitung fordert, dass die Wissenschaft der Klimaforschung sich ihrer Rolle bewusst werden muss und sich in einem demokratisch-partizipativen Prozess befindet. Damit leistet Prof. Storch nach seinem Verständnis einen Beitrag zur Versachlichung. Offenbar glaubt auch er nicht mehr uneingeschränkt an die schlimmen Visionen und Prophezeiungen über den Weltuntergang durch Erderwärmung. Allerdings hinterlässt auch sein Beitrag einen großes Unbehagen. Seine Kritik an den Leitbildern der Wissensgesellschaft in Gestalt des UN-Rates IPCC fällt relativ milde aus. Seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihrer Praxis unterzieht er keiner auch nur ansatzweise empirisch unterlegten wissenschaftlichen Kritik. (...)
Norbert KrögerOldenburgFMit Freude habe ich den Beitrag wahrgenommen, da meiner Meinung nach in Anbetracht der Wichtigkeit und allseitigen Präsenz dieses Themas die Öffentlichkeit viel zu wenig an die Hintergründe und Zusammenhänge herangeführt wird. Stattdessen sorgen sensationslüsterne Meldungen dafür, dass auf der einen Seite diejenigen stehen, die den baldigen Untergang der Welt befürchten und mit ihren Schauergeschichten, denen es leider an Hintergrundwissen als auch an Handlungsbestreben fehlt eine zweite Seite dazu bestärken, schon alleine aus Protest oder um nicht als „Öko“ oder „Links“ zu gelten den anthropogenen oder gleich den gesamten Klimawandel abstreiten.
Maike SuhrRastede
