„Deutschland Problem mit der Energie“, Kolumne Standpunkte von Karl Feldmeyer, Meinung, 11. Januar

Manchmal muss man sich besinnen und Argumente auf die ganz normale Alltagssituation herunterbrechen. Dann nämlich bedeutet das, was der Autor der NWZ  zum CO 2 -Ausstoß formuliert: Wenn mein Nachbar seinen Müll einfach auf die Straße wirft, ich ihn aber sorgfältig trenne und in den Müllcontainer werfe, sollte ich damit aufhören, weil meine Form der Müllentsorgung einfach zu teuer ist. Jeder würde einer solchen Argumentation sofort widersprechen, selbst wenn nicht erkennbar ist, dass der Nachbar sein Tun beendet.

Die falsche Kritik gegenüber der preiswertesten erneuerbaren Energie – das ist die Windenergie mit einer Vergütung von 8,8 Cent (Anfangsvergütung) bis 4,8 Cent pro Kilowattstunde laut EEG – führt die Menschen in die Irre. Warum fragt der NWZ -Kommentator nicht, wieso die Differenz zwischen preiswert erzeugtem erneuerbaren Strom und Endkundenpreis immer weiter auseinandergeht? Warum wird der immer weiter steigende Staatsanteil aus Mehrwertsteuer und Stromsteuer nicht hinterfragt? Wieso das Loblied auf die Kohle, wo deren Abbau, ob in der Lausitz oder in NRW, doch Tausenden Menschen die Heimat raubt? Etwas mehr analytische Ehrlichkeit wünsche ich mir von meiner Heimatzeitung dann doch. (...)

Heino Wiggermann Stadland