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NWZonline.de Nachrichten Panorama Lifestyle & Mode

Bei Prada federt’s, bei Gucci wird’s theatralisch

25.09.2016

Mailand Sport ist sexy - mit dieser Botschaft geht Donatella Versace in die Saison Frühjahr/Sommer 2017. Ihre am Freitagabend anlässlich der bis Montag laufenden Mailänder Designer-Defilees vorgestellte neue Kollektion propagiert einen dynamischen, aktiven Frauentyp, der seine weibliche Seite aber nicht verstecken will.

Naomi Campbell für Versace              Bild: dpa

Angeführt von Model-Legende Naomi Campbell wurde der Laufsteg bei Versace zur Laufbahn. Leggings und Nylonparka, zackige Streifen und Druckknöpfe - Elemente aus dem Outdoor-Sport überträgt die Mailänder Designerin in den Alltag. Nylon ist unsexy? Nicht, wenn man es drapiert und am Bein hoch schlitzt - so wie es Versace für einige Kleider tat. Die Kombination aus Bikerblouson und Trekkinghose hat eine erotische Note, weil ein Stück der Bauchpartie freiliegt. Zarte Plissees werden von aufgedruckten Kontraststreifen gekreuzt, das Sweatshirt erhält eine Schärpe aus Zierborten. Eine Kollektion wie geschaffen für Tennisstar Serena Williams, die nach Auftritten bei Fendi und Giorgio Armani nun ebenfalls Gast der Versace-Show war.

Etro                                                     Bild: dpa

Auch bei Etro flossen sportliche Elemente ein, die Kernbotschaft jedoch ist eine andere. Hier zeigt sich die Frau als kulturgebildete Weltreisende. Sie trägt zum Beispiel Kaftane in allen erdenklichen Variationen, Capes im Berber-Stil, Brokat und Seide. Wie immer bei Etro gibt es opulente Drucke und aufwendige Stickereien, in der neuen Saison auch dekorative Quasten.

Giambattista Valli bricht die traditionell zart-romantische Ausrichtung seiner Linie Giamba zuweilen mit Raubkatzen-Motiven und Prärie-Darstellungen. Marco De Vincenzo schließlich zeigte eine sehr kunstfertig ausgearbeitete, detailreiche Kollektion mit Fransen, Rüschen, Plissees und dünnen, zu Ornamenten verknoteten Fäden.

Giorgio Armani                                 Bild: dpa

Geht es nach Giorgio Armani, trägt Frau im Frühjahr und Sommer 2017 vor allem leichte Stoffe. Der italienische Stardesigner gestattet der Frau oft viel Beinfreiheit, umspielt ihren Körper mit zarten, auch transparenten Stoffen, lässt Fransen im Takt ihrer Schritte wippen. Detailstarke Druckmotive werden in Ton-in-Ton-Nuancen harmonisiert. Am Freitag stellte Armani auf der Mailänder Modewoche seine Kollektion „Milano Moda Donna“ vor, die das Bild einer subtilen Verführerin zeigt.

Für den Abend streut der Designer den Outfits Silberglanz ein und bedeckt die Schulter mit Netz-Stolas, auf denen Perlen prangen. Die Präsentation der Armani-Kollektion sahen sich Prominente wie die Tennisstars Serena Williams und Novak Djokovic an.

Emilio Pucci                                            Bild: dpa

Zum stilistischen Erbe von Designer Emilio Pucci gehörten bei seiner Modeschau abstrakte Muster und kräftige Farben. Massimo Giorgetti, der Kreativchef des Traditionshauses aus Florenz, orientierte sich an dem reich gefüllten Archiv und zeigte eine poppig-optimistische Kollektion mit Jersey-Kleidern, Grafik-Drucken und Volumen-Spielen.

Prada                                                        Bild: dpa

Die Frau schmückt sich im Frühjahr und Sommer 2017 mit fremden Federn - so stellt es sich zumindest Miuccia Prada vor. Italiens wichtigste Trendsetterin zeigte ihre wie immer mit Hochspannung erwartete Kollektion am Donnerstagabend.

Federn in unterschiedlichen Farben zierten viele der neuen Prada-Outfits: die Säume der Kombinationen im Pyjama-Stil, den über der Bluse getragenen BH, die Schlitze der Röcke und selbst einige Schuhe. Retro-Grafik und poppige Blüten dominieren das Musterbild. Die Models trugen gedeckte Farben, Karo-Muster und Pullunder über Blusen.

Fendi                                                              Bild: dpa

Auch Fendi zeigte in Mailand seine neue Kollektion: Von mädchenhaften Romantikkleidern bis zu voluminösen Hosen und Blazern mit großen aufgesetzten Taschen. Und schließlich schwelgt das römische Modehaus in opulenten Stoffen mit floralen Mustern. Das Basiselement der neuen Looks ist oft ein quergestreifter, kurzer Strickpulli. Die Farbpalette, auf die das Fendi-Kreativduo Karl Lagerfeld und Silvia Venturini Fendi zurückgreift, umfasst Sorbet-Töne wie Apricot und Mint mit kräftigen Akzenten in Scharlachrot.

Max Mara                                                   Bild: dpa

Im Frühjahr/Sommer 2017 geht es tropisch zu - zumindest in der Welt von Max Mara. Das italienische Modehaus hat sich von einer exotischen Flora und Fauna zu seinen neuen Musterbildern inspirieren lassen. Vorgeführt wurde die Kollektion am Donnerstagmorgen.

Farne und tropische Pflanzen sprießen bei Max Mara auf vielen Kleidungsstücken. Wolle wird zu Tiermotiven verstrickt, die sich über die Pullover ausbreiten. Mit Jersey und Nylon bringen sich auch sportive Elemente ein. So gibt es zum Beispiel viele Overalls oder weit geschnittene Kapuzen-Mäntel.

Bei Philipp Plein wurde Mode am späten Mittwochabend schon fast zur Nebensache - seine Show sah so aus: In der Mitte ein gigantisches Kettenkarussell, drumherum Kirmesbuden. Rap-Stars (Fat Joe und Fergie), die im offenen Straßenkreuzer durch die Szene cruisen. Zum Finale flogen die Models im Kettenkarussell durch die Luft. Am Ende dann die schlechte Nachricht: „Danke Mailand für die Unterstützung. Das war meine letzte Show hier. Nächste Saison zeige ich sie in New York“, kündigte Plein an.

No. 21, das Label von Alessandro dell’Acqua, mixt Sport und Eleganz: Paillettenröcke werden mit Reißverschlüssen geschlitzt, Makramee-Parkas mit Tüll gefüttert und der Rucksack ist aus Spitze. Francesco Scognamiglio hingegen setzt im nächsten Sommer auf unschuldiges Weiß und als Kontrast auf prachtvolle Jacquards.

Gucci                                                         Bild: dpa

Drama, Extravaganz, Märchenwelt: Guccis Show hat auf der Mailänder Modewoche große Theatralik geboten. Alessandro Michele, der Kreativchef des Luxuslabels, verzauberte mit seiner am Mittwoch präsentierten Damenkollektion Frühjahr/Sommer 2017 wieder einmal mit der Kühnheit, alle Regeln zu brechen. Was ist männlich, was weiblich? Was ist Kostümgeschichte, was macht moderne Mode aus? Für den Italiener sind das alles nur Elemente desselben Pools, aus dem er sich nach Herzenslust bedient.

Heraus kamen dem gängigen Schönheitsideal widersprechend zurechtgemachte Models, die auf extremen Plateaus und mit entrücktem Blick über den Teppichboden schlichen. Einige Models wirkten wie aus historischen Gemälden entsprungen - mit Schleier und Schleppe, mit ausladenden Kragen oder kantigen Rüschen. Keine Mode für den Alltag, aber eine prägnante Stil-Botschaft.

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