Hannover - Der Kleiderwechsel steht an: Die warmen Wollteile kommen ins hinterste Eck im Schrank, die luftigen Sommermodelle werden wieder hervorgeholt. Welche Stücke der vergangenen Saison noch modisch sind und was es Neues im Handel gibt, haben Experten in vier Stilrichtungen unterteilt.

Ein echter Hingucker sind die Kleider mit Blumenmustern in bunten Farben, die in auffallend vielen Kollektionen auftauchen. Vor allem die Farben Rot und Grün seien darunter, sagt die Modeberaterin Anette Helbig aus Hannover. Teils fließen Schwarz und Weiß in das Muster ein.

Ebenfalls in gleich einigen Kollektionen entdeckt man schwarz-weiße Kleider mit grafischen Mustern. Manche sehen aus wie ein Schachbrett, andere haben futuristisch anmutende Designs. Für die Personal Shopperin Stephanie Zarnic aus München ist das einer der auffälligsten Trends in diesem Frühling.

Auch ausgefallene Drucke zieren die Kleider. Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts in Köln, berichtet von Modellen mit Kaffeetassen oder Lippenstiften. Worauf die Trägerinnen solcher Kleider achten sollten, ist nach Ansicht von Zarnic, dass sich nicht zu viele Muster vermischen. Das wirke sonst schnell überladen. Oben Blumenmuster und unten gesteift? „Ich bin der Meinung, das geht ab jetzt“, sagt hingegen Helbig. „Nicht nur die ganz Mutigen ziehen so was an“, sagt die Modeberaterin. „Das kann jeder tragen“.

Denn viele der so auffällig bedruckten Kleider haben zum Ausgleich eher dezente klassische Schnitte. In vielen Kollektionen findet man die leicht ausgestellten Etuikleider im Stil der 50er Jahre. Aufgepeppt werden einige dieser Modelle durch ihr Material – hochwertige synthetische Stoffe mit leichtem Glanzeffekt sind ebenfalls im Trend. „Wir haben in diesem Frühling einen Materialmix wie aus dem Labor“, sagt Müller-Thomkins.

Wem auffällige Blumenmuster, Knallfarben und Schwarz-Weiß-Blöcke eine Spur zu viel ist, hat Alternativen. „Die Zeiten der pastellfarbenen Bonbonfarben und Sandtöne sind noch lange nicht vorbei“, sagt die Personal Shopperin Zarnic. „Wer ein bisschen zwischen Vamp und Mädchen steht, der kombiniert diese verspielten Kleider mit derben Boots“, erläutert sie. „Und zu Spitze bilden die schwarzen Bikerjacken einen tollen Kontrast.“