Heutzutage balgen sich angeblich Clowns um die Macht in Italien. Das war nicht immer so. Als Herrscher waren im Florenz des 15. Jahrhunderts die Medici stark und einflussreich. Geschickt verteidigten sie ihre Vorherrschaft. Und auch damals schon nutzte man Geld, Söldner, sowie Dokumente. Nicht zuletzt mischten Priester und Bischöfe kräftig mit. Ein durchaus realistischer Plot also.
Anfangs erscheint der Ablauf kompliziert und unüberschaubar. Die Länge der üppig bebilderten Regel schreckt zunächst ein wenig ab. Indes erweisen sich die Möglichkeiten zunehmend als einfach: Geld horten, Schriftrollen erwerben, Hilfstruppen und Bischöfe anheuern. Und dann ab nach Florenz. Nur dort oder in einer der drei großen Provinzen kann man Siegpunkte erwerben.
Hinge da die Einstiegshürde nicht so hoch, wäre es an sich ein akzeptables Familienspiel. Auch deshalb, weil das Machtgerangel mit nur geringer Konfrontation abläuft. Die Interaktion besteht weitgehend darin, schneller als die Mitspieler an die Schaltstellen der Macht zu gelangen.
