Nach wie vor gilt: Auf der Tanzfläche eine gute Figur zu machen, kann nicht schaden. „Die Engländer sagen: Ein Tänzer ist besser als eine Statue“, sagt Elisabeth Bonneau, Kommunikationstrainerin aus Freiburg. „Wer sich mit seinen Bewegungen auf den anderen einstellen kann, wird immer als flexibler angesehen werden als einer, der nur rumsteht.“

Aber wie schaffen Erwachsene, die nicht zu Schulzeiten ein paar Schritte gelernt haben, den Einstieg? Bei für sie gedachten Kursen, lautet die Antwort. „In unseren Tanzschulen gibt es zum Beispiel ein Konzept für Paare ab 40“, sagt Uwe Körber vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) mit Sitz in Hamburg. „Wir haben sogar eine Seniorenschiene“, sagt Thomas Bäppler vom Berufsverband Deutscher Tanzlehrer (BDT) in Erftstadt (Nordrhein-Westfalen).

Wer Lust aufs Tanzen hat, kann damit aber nicht immer auch seinen Partner begeistern – oder er hat gar keinen. „Dann gibt es Kurse für Singles“, erklärt Uwe Körber. Damit seien ausdrücklich „Tanzsingles“ gemeint.

Egal ob für Jugendliche oder für Erwachsene: Neben langsamem und Wiener Walzer stehen in den Anfängerkursen meist auch Discofox, Cha Cha Cha, Samba, Foxtrott oder Jive auf dem Programm. Wem das zu viel ist, der kann Kurse besuchen, die sich um einzelne Tänze drehen. „Die gibt es für Discofox oder Salsa“, sagt Uwe Körber. Dazu kommen immer wieder Trendtänze.

Meist umfasst ein Tanzkurs acht bis zwölf Termine. „Das kostet zwischen 80 und 120 Euro pro Person“, sagt Körber. Für Tänzer, die von festen Terminen unabhängig sein wollen, gibt es das „Clubtanzen“: „Die Leute können dann zum Beispiel dreimal pro Woche kommen. Dafür bezahlen sie einen Monatsbeitrag, der zwischen etwa 30 und 40 Euro liegt.“ Oft ist das „Clubtanzen“ nur etwas für Fortgeschrittene. „Es gibt aber auch Schulen, die es von Anfang an anbieten“, so Bäppler.

Bei der TV-Show haben die Prominenten unter Anleitung von Profis innerhalb kürzester Zeit gelernt, sich filmreif über die Tanzfläche zu bewegen. Unter normalen Umständen in der Tanzschule dauert es freilich länger, ein solches Niveau zu erreichen. „Ich schätze, sechs bis acht Kurse beziehungsweise zwei Jahre Übung müssten es dafür schon sein“, sagt Uwe Körber.

Infos: www.tanzen,de; www.bdt-ev.de; www.tanzsport.de