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NWZonline.de Nachrichten Panorama Lifestyle & Mode

Mut zu breiten Schultern und weiten Bundfaltenhosen

11.08.2018

Köln /Würzburg Die aktuelle Mode appelliert an das Selbstbewusstsein der Frauen und lädt sie ein, bei der Auswahl von Kleidung noch mutiger zu werden. Dazu holt sie im Winter 2018/19 Elemente aus den 90er, 80er und 70er Jahren in die Gegenwart. Die aktuellen Trends setzen dem Einfallsreichtum dabei keine Grenze.

Trend 1

„Frau darf Frau sein und ist im Beruf präsent“, sagt Kristina Caspary-Gallus vom Verband der deutschen Mode- und Textildesigner. Dazu gehört unter anderem, dass die Frau mit ihrer Silhouette spielt. Gerd Müller-Thomkins vom Deutschen Mode-Institut empfiehlt dafür den Blazer, der aktuell wieder von den Modellen der 1980er Jahre inspiriert ist – also überbreite, gepolsterte Schulter hat. Ansonsten stehen Taille und Hüfte im Fokus. „Ein Outfit aus Korsage und Hose wird mit einer übergroßen Jacke oder einem Mantel kombiniert“, nennt Caspary-Gallus ein Beispiel.

Mit diesen Formen einher gehen die Girlboss-Hosenanzüge. Grob gesagt: Wer es schafft, die eigenen Stärken auszuspielen, wird als Girlboss bezeichnet. Diese Wirkung aufgreifende Anzüge taugen etwa für elegante Anlässe oder selbstbewusstes Auftreten beim Geschäftstermin. „Sie bilden mit maskulinen Schnitten und breiten Schultern kontrastreiche Gegensätze zu femininen Trends“, erklärt Valentina Milakovic, Modeexpertin der Zeitschrift „Maxi“.

Kombiniert wird der Zweiteiler aus Blazer und weitgeschnittenen Bundfalten- oder Flatterhosen, die jetzt im Modedeutsch Slacks heißen, mit einem einfarbigen hellen Oberteil. Hohe Schuhe wie klassische schwarze Pumps strecken das Bein.

Trend 2

Während die Blazer optisch wieder in den 1980ern landen, schafft es der Großteil der angesagten Mode nur bis in die 1990er. Genauer gesagt findet man nun wieder Versace-typische Muster, viel Goldschmuck und schwarzes Leder.

In diesem Winter passiert vor allem auf Oberteilen viel, das an die alte Zeit erinnert. „Statement-Strick sowie Shirts und Hoodies mit Bildern und Typographie fallen auf“, sagt Müller-Thomkins. Das Logo wird wieder zum Blickfang. Auch Metallics in Silber und Weißgold gehören zum 1990er-Trend. Die Alternative dazu sind Samt und seidige Stoffe. Weiterhin aktuell bleibt auch das Karo. Neu interpretiert ist es auf Blusen, Hosen und Blazern zu finden.

Trend 3

Frostbeulen dürfen sich in diesem Winter nicht beschweren: Oversized-Layerings nennt sich ein weiterer Trend, der besonders an kalten Tagen seine praktischen Vorteile hat. Es werden viele Lagen übereinander gezogen, und es wird mit verschiedenen Weiten gespielt. „Westen werden dabei über Jacken und Mäntel gezogen“, sagt Milakovic.

Außerdem im Trend: Warme Jacken und Mäntel aus Kunstpelz und Plüsch genauso wie „Shearling“. „Das ist Lammfell, bei dem die eingefettete und gefärbte Lederseite außen getragen wird und das Fell innen“, sagt Milakovic. Ansonsten setzt man für kalte Tage im Freien auf Cord und Bouclé, die ihr angestaubtes Image ablegen und lässiger wirken.

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