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NWZonline.de Nachrichten Panorama Lifestyle & Mode

Männermode wird im Winter bequem und britisch elegant

18.08.2018

Schmitten /Köln Raue Herbstwinde und kalte Wintertage werden den Männern in der kommenden Saison nichts anhaben können. Denn der neueste Trend stellt das Robuste in den Mittelpunkt. Wer es lieber edel mag, findet aber auch etwas – den klassisch-traditionellen Stil der Briten.

Trend 1

„Hosen kommen mit breitem Bein und elastischem Bund“, sagt Petra Schreiber, Präsidentin des Bundesverbands Farbe Stil Image in Schmitten (Hessen). Bewegungsfreiheit steht im Fokus – das macht die Kleidung voluminöser. Sie eignet sich zum Lagenlook, der gerade an lauen Herbsttagen das Richtige sein dürfte.

Doch aufgepasst: Weite Schnitte können zwar Problemzonen kaschieren, optisch aber auch auftragen. Daher rät Schreiber zum Beispiel: „Tuniken für Herren, die unter Pullovern oder Jacken getragen werden, sollten mit engem Hosenbein kombiniert werden.“ Wer es mag, darf auch im Business-Outfit eine weite Jacke zum weiten Hosenbein wählen – braucht dafür aber eine gewisse Körpergröße.

Trotz Trend zu mehr Volumen spielen Stoffe mit Stretch immer noch eine große Rolle. „Alles soll komfortabel sein, darf aber nicht nach Komfortmode aussehen“, erklärt André Bangert, Ressortleiter Männermode der Zeitschrift „Textilwirtschaft“. Das zeige sich in Anzügen und Jeans mit Stretch-Anteil.

Trend 2

Auf mode-mutige Männer wartet in dieser Saison der bunte Mix von Materialien und Mustern. Sie fassen sich gut an, etwa hybride Materialien mit Hightech. Kontraste dürfen und müssen ausdrucksstark sein. Beim Material bleibt Samt gefragt, das Comeback des Jahres feiert jedoch Cord. „Vom feinen Baby- bis Breitencord ist alles dabei“, berichtet Gerd Müller-Thomkins vom Mode-Institut in Köln. Der typische Rippenlook hat aber nicht mehr seine übliche gebraucht wirkende Optik, sondern das Textil soll hochwertiger wirken und tiefere Längsrillen haben.

In diesem Stilbereich kann man farblich schwer danebengreifen. „Schwarz hat wieder Statement-Charakter“, sagt Müller-Thomkins. Daneben stehen kräftiges Rot, Orange, Grün, Blau und Gelb im Mittelpunkt und werden gern kombiniert im Colour-Blocking. Mut zur Farbe braucht man auch für die trendigen Accessoires, allen voran die Handschuhe für kalte Tage.

Trend 3

Schon seit einigen Saisons dominieren sie die Mode: Karos. Klassisch kennt man sie auf Hemden und Mänteln, in dieser Saison finden sie sich aber auch auf Sakkos und Hosen und dazu in kräftigen Tönen wie Rot, Grün oder Blau, aber auch im auffälligen Kontrast von Schwarz und Weiß. „Pastelle in Hellblau, Flieder und Rosé ergänzen Grau in sämtlichen Schattierungen“, so Müller-Thomkins. Vor allem das eher unaufgeregte Glencheck-Karo und das mehrfarbige Oxfordkaro gelten laut Bangert als Trend.

Bekannt ist der britische Chic für seine klassische Kombination aus Hemd, Weste und Anzug in gedeckten Farbtönen – worin zuletzt etwa der englische Fußballnationaltrainer Gareth Southgate am Spielfeldrand der WM auffiel. Auch das ist ein Trend. Gerade in Tweed und mit Fischgräten-Mustern erobere der „New Brit Chic“ aktuell die junge Szene, berichtet Modeexperte Müller-Thomkins.

Der formelle Look wird an kalten Tagen ergänzt um Wollmäntel. Der Rollkragenpullover bleibt als Basic in dieser Saison erhalten und schafft ebenfalls englische Eleganz – ganz gentlemanlike.

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