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NWZonline.de Nachrichten Panorama Lifestyle & Mode

Mode: Trend zur Weite betont trotzdem die Figur

21.09.2013

Hamburg Der Trick funktionierte schon früher gut: Mit einem Griff in den Kleiderschrank des großen Bruders oder des Freundes bekam das eigene Outfit einen neuen Schliff. Die übergroßen Hemden und weiten Jeans wurden als Boyfriend-Style bezeichnet – und dann um einige Komponenten erweitert. Das Spiel mit den eigentlich zu großen Kleidungsstücken folgt allerdings einigen Regeln, vor allem die Proportionen sollten stimmen. Denn gerade mit dicken Klamotten im Winter mutiert der lässige Oversized-Stil zum Schlabberlook.

Die Imageberaterin Bettina Kiefer aus Hamburg sagt daher: „Meine goldene Regel lautet: Immer nur ein Oversized-Teil tragen, den Rest eng oder zumindest figurbetont.“ Das heißt in der Praxis: „Trage ich unten weite, aufgekrempelte Boyfriend-Hosen mit Pumps oder Halbschuhen, dann muss ich oben ein eng anliegendes Shirt oder einen schmal geschnittenen Pulli anziehen“, erläutert Kiefer. Dazu könne man eine Blazerjacke kombinieren. Wer das Ganze umdrehen möchte, trägt oben weite Pullis oder Blazer und dazu eine enge Leggins.

„Es sollte immer eine Unterbrechung in der Silhouette geben, sonst wirkt das Ganze einfach sackartig“, sagt die Einkaufsberaterin Stephanie Zarnic aus München. Ihr Tipp für die Wintersaison sind die Blazermäntel, die nicht selten große Schulterpolster haben. „Aber darunter unbedingt untenherum wieder etwas Enges tragen – entweder eine Leggins oder dicke Strumpfhosen“, sagt sie.

Der Oversized-Stil ist sehr männlich. Wem das nicht gefällt, der muss gegensteuern. Das geht etwa mit dicken Wollkleidern, die über dem Knie enden. „Dazu kann man gut eine dicke farbige Strumpfhose anziehen und schmale Schuhe mit Absatz tragen“, sagt Kiefer.

Bei allen Variationen sollte man nicht außer Acht lassen: „Oversize steht längst nicht jedem, man braucht die richtige Figur“, findet die Personal Shopperin Anette Helbig aus Hannover. Und das sind – da sind sich alle Expertinnen einig – sehr schlanke, nicht zu kleine, aber auch nicht zu große Frauen.

Auch mit Jeanshosen unter dem langen Pulli ist es nicht immer einfach: „Die Gesäßtaschen an einer Jeans zeichnen sich häufig unter dem Pullover ab“, sagt Kiefer. Besser sei eine Leggins. Statt zu grob gestrickten Pullis rät Stefanie Zarnic zu feinen Maschen – Modelle, „die zwar weit geschnitten sind, aber kurz über der Taille enden“.

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