LINDERN - Der Rat der Gemeinde Lindern hat am Mittwochabend den Haushalt für das kommende Jahr einstimmig verabschiedet. Er ist ausgeglichen und liegt im Verwaltungshaushalt bei knapp 4,47 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von gut 3,63 Millionen Euro, beinhaltet aber die Einnahmen aus der Übertragung der Abwasseranlagen an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, so dass sich ein Netto-Volumen von rund 1,4 Millionen Euro ergibt. Die OOWV-Gelder fließen in die Rücklage.

Erstmals seit 15 Jahren erhöht Lindern die Steuern. Haus- und Grundbesitzer werden künftig mit 335, landwirtschaftlicher Grund mit 325 Punkten herangezogen. Die Gewerbesteuer steigt von ebenfalls 300 auf 320 Punkte. Damit gleicht sich Lindern ein wenig an die landesüblichen Steuerhebesätze an, liegt aber weiterhin deutlich darunter.

Herausragende Haushaltspositionen für das kommende Jahr sind im Rahmen der Dorferneuerung in Liener/Auen-Holthaus die Sanierung des Mühlendachs für 160 000 Euro sowie Maßnahmen im Straßenbau, für die 300 000 Euro eingeplant sind. Hinzu kommen beispielsweise die Sanierung des Regenwasserkanals an der Löninger Straße (170 000 Euro) sowie 80 000 Euro für die Einrichtung eines Physik- und Chemieraums am Schulzentrum.

In seinem Rückblick auf 2008 bezeichnete Rauch im Einvernehmen mit den Fraktionsvorsitzenden Heinz Tönnies (CDU) und Heinz Robben (SPD) die Sanierung und Verkehrsberuhigung an der Kämper Straße als Erfolg. Auch die Fortschritte bei der Planung der Ortskernentlastungsstraße sowie der Dorferneuerung seien sehr positiv zu bewerten.

Rauch und der Ratsvorsitzende Bernard Kösters verabschiedeten schließlich die Bezirksvorsteher Heinz Franke, Alwin Schrand und Heinz Tönnies. Nachfolger wurden Rudolf Wiedemann, Wilhelm Kock und Jürgen Tönnies. Die anderen sieben Bezirksvorsteher blieben im Amt.