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Prof. Dr. Uwe Meiners
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NWZonline.de Nachrichten Kultur Literatur

Krimis machen Küste bekannt

25.09.2019

Aurich /Norden /Dötlingen Mord und Totschlag lauern in Ostfriesland hinter jeder Hecke, das Böse wartet besonders am Strand, hinter Dünen und im Watt: Krimiliteratur bietet inzwischen Verbrechen von jeder Insel, und auch im Fernsehen ist die Region längst auf guten Sendeplätzen angekommen. Buchtitel wie „Mörder mögen keine Matjes“, „Granat hat keine Gräten“ oder „Krabbenbrot und Seemannstod“ machen Appetit auf Leseproben. Und auch „Miss Wattenmeer singt nicht mehr“ verheißt Lust auf kribbelnde Spannung im Urlaub an der Küste.

„Ostfriesland hat eine hohe Identifikationskraft, das wird in vielen Büchern deutlich“, erklärt Peter Gerdes aus Leer den Erfolg von Regionalkrimis im Nordwesten. „Über die Krimiliteratur ist Ostfriesland bundesweit bekannt geworden und positiv besetzt“, sagt Gerdes. Der Verleger schreibt selbst Krimis und organisiert die „Ostfriesischen Krimitage“. In den Bucherfolgen sieht er auch eine Ursache für steigende Touristenzahlen in der Region.

11. Krimitage

Die 11. Ostfriesischen Krimitage finden noch bis 29. November statt. An verschiedenen Orten, unter anderem in Aurich, Emden und Leer, lesen Autoren aus ihren Krimis. Eine Übersicht gibt es unter

    krimitage.de/termine2019

Eine Einschätzung, die Sven Ambrosy teilt. Er ist Vorsitzender des Tourismusverbandes Nordsee. Längst haben Touristiker auf der ostfriesischen Halbinsel das Thema für sich entdeckt und bieten Stadtrundgänge und Busfahrten zu den Schauplätzen der Krimis an. Die genauen Beschreibungen der Orte und der Landschaft in den Romanen seien „ein Traum für jeden Marketingexperten“, schwärmt Ambrosy.

Auch in der Leeraner Altstadt wandeln schon längst viele Bücherfans auf den Spuren von Kriminellen und besichtigen bekannte Originalschauplätze aus der ZDF-Krimireihe „Friesland“. In kleinen Cafés in Norddeich haben Besucher gute Chancen, den Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf („Ostfriesensünde“) persönlich zu treffen. Der muss sich neuerdings sogar schon gegen den Vorwurf wehren, die Ostfriesen zu sehr als Volk von Mördern und Banditen dargestellt zu haben.

Ulrike Barow hat gleich eine ganze Krimi-Serie über die kleinste ostfriesische Insel Baltrum aufgelegt. Und der gelernte Wasserschutzpolizist Wolfgang Santjer kann mit guten Revierkenntnissen punkten, wenn er Verbrechen an der Ems beschreibt.

Mehrere Krimis hat auch die preisgekrönte Dötlinger Autorin Helga Bürster veröffentlicht. Zwei davon spielen sich ebenfalls an der Küste ab: „Krabben, Kunst und Küstenkiller“ sowie „Insel, Wind und Tod“.

„Tatsächlich strotzen viele Bücher vor Heimatliebe: Der Regionalkrimi ist die neue Heimatliteratur“, meint Gerdes. Die norddeutsche Küstenlandschaft sei archaisch und kleinteilig, die Dörfer bildeten überschaubare soziale Einheiten im Gegensatz zur anonymen Großstadt: „Das weckt Sehnsucht nach einem einfachen Leben – so wie früher.“ Hinzu komme die Grenzsituation am Meer als Bedrohung, aber auch nur auf Zeit, wenn zwei Mal am Tag die Gezeiten alles bedeckten.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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