DELMENHORST - Fünf Millionen DM hat er in zwei Jahren beim Glückspiel verloren: Klaus Friedrich Schmidt, 59 Jahre alt, heute in bescheidenen Verhältnissen in Delmenhorst lebend. Seine Erfahrungen mit der Spielsucht und dem Leben nach dem Reichtum hat Schmidt aufgeschrieben in dem Buch „Nichts geht mehr“, erschienen im Mankau-Verlag (1. Auflage 2009, ISBN: 978-3-938396-28-5, 213 Seiten). An diesem Donnerstagabend wird Schmidt aus dem Buch lesen. Die Lesung findet statt in der Buchhandlung Decius, Lange Straße 11, Beginn ist um 20 Uhr (Eintritt 5 Euro).
Schmidt ließ sich nicht unterkriegen nach dem Spielbank-Desaster. Als Hartz-IV-Empfänger kam er, auch dank der Hilfe von Freunden und Bekannten, wieder auf die Beine. Heute arbeitet Schmidt als Berater für eine russische Firma, die im Holz-Importgeschäft tätig ist, und managt eine russische Sängerin. Mit der Arbeit an dem Buch „Nichts geht mehr“ begann er vor fünf Jahren. Zwei weitere Buchprojekte hat er bereits geplant. „Bücher schreiben ist viel spannender als das Spiel mit diesen blöden Plastik-Jetons“, sagt er heute.
