• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur Literatur

Mit Optimismus weiterplanen

25.11.2020
Monika Eden (Bild) leitet das Literaturhaus Oldenburg. Im Interview spricht sie über die besonderen Herausforderungen in Zeiten von Corona.
Frage: Frau Eden, auch im Literatur-betrieb herrscht Stillstand. Wie empfinden Sie diese Zeit, in der zwar viel gelesen wird, aber nicht vor Publikum vorgelesen werden kann?

Eden: Im Rückblick erscheinen mir die wenigen Wochen bis Ende Oktober, in denen ich wieder veranstalten durfte, wie eine glückliche kleine Episode. Im ersten Lockdown habe ich Formate für das Internet entwickelt. Für die analoge Begegnung mit Schriftstellern und Publikum gibt es aber keinen gleichwertigen Ersatz.

Frage: Sie stehen im Kontakt mit vielen Autorinnen und Autoren. Können Sie die allgemeine Gefühlslage dort beschreiben?

Eden: Eine komplette Literatursaison erhielt im Frühjahr keine Aufmerksamkeit. Das ist in jeder Hinsicht tragisch und führt zu großer Verunsicherung und existenziellen Ängsten. Als Partnerin der Kampagne „ZWEITERFRÜHLING“ reagiere ich darauf, indem ich Bücher, die von Februar bis Juli 2020 erschienen, im kommenden Jahr in mein Programm aufnehme.

Frage: LiteraTour Nord musste unterbrochen werden. Wie sieht Ihr Alternativprogramm aus?

Eden: Wir werden die aus- gefallenen Lesungen nach und nach auf der Homepage des Projekts (www.literatournord.de) als Videofilme präsentieren. Diese Option haben wir bereits im Juni vorbereitet. Als Notlösung, die jetzt leider schon nach der ersten Lesung greifen muss.

Frage: Wie groß ist Ihr Optimismus, dass es 2021 mit Veranstaltungen wieder im größeren Rahmen weitergehen kann?

Eden: Es gibt ein Programm des Literaturhauses, auch für die Wintermonate. Ich plane unverdrossen weiter, organisiere in diesen Tagen bereits das Frühjahrsprogramm.

Frage: Welches aktuelle Buch empfehlen Sie für diese Phase?

Eden: Im Sinne von „ZWEITERFRÜHLING“ empfehle ich den Roman „Der Empfänger“ von Ulla Lenze. Er erzählt die Geschichte eines deutschen Auswanderers in New York, der kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ins Visier der Weltmächte gerät. Das Buch hätte das Potenzial zum Bestseller gehabt. Leider ist es im Frühjahr 2020 erschienen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.