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NWZonline.de Nachrichten Kultur Literatur

Praktikum: „Wir müssen uns alle zusammensetzen“

27.11.2012

Delmenhorst Sie haben von dem Vorfall erst durch die Medien erfahren und bemühen sich um eine rasche Aufklärung. Carsten Griesbach, Unternehmensentwickler der Lesezeichen-Gruppe in Emden, und Swantje Gerhard, Geschäftsführerin und Inhaberin der Lesezeichen-Buchhandlung GmbH, haben eine kurzfristige Betriebsversammlung an diesem Dienstagabend einberufen und schließen deswegen eher.

Eine 15-jährige Schülerin war von der Abteilungsleiterin eine Stunde nach Praktikumsbeginn nach Hause geschickt worden, da sie mit einem Kopftuch zur Arbeit erschien. Zum Vorstellungsgespräch kam das Mädchen ohne Kopftuch. „Das ist allerdings kein Grund, jemanden vom Praktikum zu entbinden, darüber hätten wir vorher informiert werden müssen. Da wurde der Entscheidungsspielraum deutlich zu weit ausgelegt“, so Griesbach. „Bei uns zählt das Können und Interesse an dem Beruf und nicht das Äußere. Die Schüler sollen schließlich lernen, wie sie später im Arbeitsleben auftreten müssen“, ergänzt Swantje Gerhard. In der Buchhandlung waren in der Vergangenheit bereits mehrere Praktikantinnen mit Kopftuch tätig. „Wir haben internationale Literatur und sind ein internationaler Betrieb. Das stellen wir über die Beschwerden einiger Kunden, die mit einem Kopftuch nicht klar kommen. Delmenhorst ist schließlich eine bunte Stadt“, erklärt Griesbach. Erschreckend sei der zum Teil immense Zuspruch anderer Unternehmen kontra Kopftuch im Betrieb gewesen.

„Wir erhielten einige Faxe von anderen Firmen, die uns beglückwünschten, sie würden auch keine Leute mit Kopftuch nehmen. Das hat mich schon sehr erschreckt“, erklärt Swantje Gerhard. „Das wirft ein falsches Licht auf die Lesezeichen-Kette und spiegelt nicht unsere Interessen wider“, ergänzt Carsten Griesbach. Die Geschäftsführung möchte in der Versammlung zunächst mit den Mitarbeitern sprechen und herausfinden, wie es zu dem Vorfall kam und warum die Abteilungsleiterin mit dem Rauswurf reagierte.

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„Wir möchten sowohl eine interne als auch externe Klärung“, so Griesbach, „daher werden wir uns auch mit der Schülerin, der Lehrerin und den Eltern zusammensetzen“, ergänzt er. Noch ist nicht klar, welche Konsequenzen dem Unternehmen und der Mitarbeiterin drohen, das wird erst die Betriebsversammlung zeigen.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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