LöNINGEN - Nach den Worten des Festpredigers Max Georg Freiherr von Twickel ist die Feier der Eucharistie das wesentliche Element, in dem der Priester sein Wirken verwirklicht. Der Jubilarpriester Josef Saalfeld hat dieses nun 50 Jahre so getan. Zur Jubiläumsfeier war Sonntag die St.-Vitus-Kirche in Löningen bis auf den letzten Platz besetzt, als Saalfeld in Begleitung seiner Amtsbrüder und annähernd 30 Fahnen der kirchlichen Vereine in das Gotteshaus geleitet wurde.

Viel Lob und Anerkennung gab es für Saalfeld beim anschließenden Empfang im Pfarrheim. Saalfelds Nachfolger im Pfarreramt, Bertholt Kerkhoff, bezeichnete das Jubiläum als „Fest der Gemeinde“. Er zeigte sich erfreut, dass Saalfeld auch im Ruhestand in Löningen bleibe und war ob der guten Zusammenarbeit äußerst dankbar. Für die Evangelische Gemeinde sprach Jürgen Wiehe. Er stellte die gute ökumenische Haltung Saalfelds heraus. Bürgermeister Thomas Städtler würdigte das Verbleiben Saalfelds in Löningen als Zeichen dafür, dass er sich nicht nur während der über 35 Amtsjahre in Löningen sehr wohl gefühlt habe, sondern dies als derzeit einziger Löninger Ehrenbürger auch weiterhin so halten wolle.

Das Wirken Saalfelds war immer ein Beispiel absoluter Zuverlässigkeit. Er widmete sich dem Kindergarten St. Marien, der Erweiterung des Kindergartens St. Vitus, dem Neubau des Pfarrheims, der Bücherei und der Leichenhalle sowie der Sanierung der Pfarrkirche. Daneben hatte er Kraft Amtes auch den Vorsitz im Kuratoriums des St.-Anna-Stiftes. Aber auch der Neubau des Altenheims St. Franziskus und der Aufbau der Sozialstation und des Sozialen Briefkastens werden immer mit seinem Namen verbunden bleiben.

Josef Saalfeld wurde in Südlohne bei Lohne als fünftes von sechs Kindern der Eheleute August und Elisabeth Saalfeld geboren. Schon während seiner Zeit am Gymnasium stand für ihn fest, Priester werden zu wollen. Auch zwei seiner Schwestern entschieden sich für ein Leben als Ordensfrau. Nach dem Abitur studierte er in Münster und Freiburg Theologie und wurde von Bischof Michael Keller in Münster zum Priester geweiht. Damals war er der jüngste Priester in der Diözese.