LöNINGEN - Das jahrelange Ringen der politischen Gremien in Löningen um den Bau einer Kinderkrippe und die Sanierung der beiden Kindergärten ist beendet. Die CDU hat im Rat den Neubau eines viergruppigen Kindergartens und einer zweigruppigen Kinderkrippe auf dem so genannten Turnhallen-Grundstück am Gelbrink durchgesetzt.
Die Entscheidung war nicht unumstritten. Auch aus Elternkreisen gab es keine eindeutige Zustimmung. Teilweise wird befürchtet, dass sich die dort ebenfalls beheimatete Grundschule schon allein aus Lärmgründen nicht mit der neuen Einrichtung vertragen könnte. Über Kosten wurde im Rat nicht explizit diskutiert. Bislang liegt auch nur ein Rohentwurf für die beiden neuen Einrichtungen vor, den die CDU in Auftrag gegeben hatte.
Jetzt soll an den Plänen gefeilt werden. Fest stehe, so die CDU, dass das Grundstück groß genug sei, um die Krippe und den Kindergarten sowie die seit langem angedachte Turnhalle dort unterzubringen. Ansonsten könne auch ein benachbartes Grundstück angekauft werden.
Der jetzigen Lösung waren mehrere Varianten vorausgegangen. Als vorletzte Lösung stand ein Neubau an der Linderner Straße zur Debatte, davor hatte man die Sanierung der vorhandenen Kindergärten und einen Anbau für die Krippe favorisiert.
Für Debatten sorgte auch der zusätzliche Finanzbedarf für die Umgestaltung der Ludgeri-Realschule. Ursprünglich waren 30 000 Euro veranschlagt, jetzt werden 50 000 Euro benötigt. Unter anderem soll das Lehrerzimmer von seinem jetzigen Standort dorthin verlegt werden, wo es bis 2004 war. Die Umgestaltung an sich ist notwendig, um die Schule für den Ganztagsbetrieb vorzubereiten.
Zu Beginn der Sitzung am Montagabend hatte der Rat Bürgermeister Thomas Städtler Entlastung für das Haushaltsjahr 2009 erteilt. Das Rechnungsamt des Landkreises hatte der Stadt allerdings einen zu hohen Schuldenstand attestiert. Mittlerweile sind die Schulden weiter angestiegen.
