Löningen - Der Rat der Stadt Löningen hat in seiner Sitzung am Mittwochabend im Forum Hasetal den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Der Ergebnishaushalt sieht ein leichtes Plus vor. Für die Investitionen wird eine Nettoneuverschuldung von 2,2 Millionen Euro in Kauf genommen. Damit steigen Löningens Schulden auf 22,2 Millionen Euro. Die Tendenz für die nächsten Jahre ist steigend. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei knapp 1500 Euro, der Landesdurchschnitt bei vergleichbaren Kommunen bei 773 Euro.

Für den Haushalt stimmten die CDU/FDP-Gruppe, die SPD und die Bürger für Löningen. Grüne/Bündnis 90 und die Wählergemeinschaft lehnten das Zahlenwerk ab. Zwar seien gute Ansätze enthalten, aber Bemühungen, den Haushalt dauerhaft zu entlasten seien nicht erkennbar, so Josef Dobelmann (Grüne/Bündnis 90).

In diesem Jahr sollen 5,4 Millionen Euro investiert werden. Allein 820 000 Euro kosten der Grunderwerb und die Erschließung weiterer Flächen in Meerdorf Ost. Das sei notwendig, um weiter Arreale für die Ansiedlung von Firmen vorrätig zu haben. 320 000 Euro kommen als Zuschüsse wieder rein.

Mit 1,2 Millionen Euro netto schlägt das Projekt Gelbrinkschule zu Buche. Dort entstehen eine Turnhalle, eine Mensa und ein Versammlungsraum. Der hier sehr aktive Förderverein wurde von allen Seiten mit Lob überhäuft – auch wenn die Wählergemeinschaft nicht von ihrer Position abweicht, dass dieser Bau eigentlich originäre Aufgabe der Kommune sei.

Kritisch beäugt wird die vorgesehene Sanierung beziehungsweise der Neubau des Rathauses. 50 000 Euro werden für erste Planungen veranschlagt. In den kommenden zwei Jahren sind jeweils 1,8 Millionen Euro vorgesehen.