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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Lohne

Anhörung zu Schlachthof-Plänen

15.01.2015

Lohne 500 Teilnehmer hätten zur vom Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg als Genehmigungsbehörde vorbereiteten öffentlichen Anhörung zum Antrag auf eine Schlachtzahlerhöhung bei den Oldenburger Geflügelspezialitäten (OGS/Wiesenhof) in Lohne kommen können. Eingefunden zum ersten Tag der von Walter Kulisch (Gewerbeaufsichtsamt) geleiteten Veranstaltung hatten sich im Saal Römann am Mittwoch, 14. Januar, etwa 50 von 373 Einwendern und gut 120 Bürgern, die sich in Unterschriftenlisten eingetragen hatten.

Im Publikum saßen Anlieger und Anwohner aus dem Stadtteil Brägel sowie Sprecher von Naturschutz-, Tierrechts- und Umweltorganisationen. Hinzu kamen Vertreter der beteiligten Behörden und der Antragstellerin. Allen Teilnehmern lag eine 14 Punkte umfassende Tagesordnung vor. Im Fokus standen zunächst Verfahrensfragen.

Zum Hintergrund: Seit Dezember 2013 wollen die OGS nach Umbauten in Lohne-Brägel die Produktion mit Hilfe von zwei Schlachtlinien, die an sechs Tagen pro Woche im Zwei-Schicht-Betrieb verarbeiten, von 320 000 auf 432 000 Tiere am Tag steigern. Einher damit geht ein auf 800 000 Kubikmeter steigender Wasserverbrauch. Weil vor Ort keine neuen Förderquellen erschließbar sind, setzt das Unternehmen auf eine eigene Wasseraufbereitung.

Die Nachbarn der Schlachterei befürchten eine Steigerung der Lärm-, Geruchs- und Verkehrsbelästigung. Beauftragte vom Verband der Bürgerinitiativen kooperierende Landkreise (Bikola), des Landesnetzwerks Bauernhöfe statt Agrarfabriken Niedersachsen oder vom Bündnis MUT führten, nachdem sie aus ihrer Sicht bestehende Verfahrensmängel kritisiert und mit juristischen Konsequenzen gedroht hatten, Argumente für den Tierschutz und gegen die Massentierhaltung ins Feld.

Vertreter der Antragstellerin erläuterten etwa Maßnahmen zur Wasseraufbereitung, und gingen auf Kritikpunkte wie eine Verkehrsplanung für das Gelände, die ankommende beziehungsweise abfahrende Lkw betrifft, ein. Am frühen Abend, so Kulisch waren zwei Themenbereiche bearbeitet, „aber viele weitere Fragen beantwortet“. Die Anhörung geht heute weiter.

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