Lohne - Aufhören soll man dem Volksmund nach dann, wenn es am schönsten ist. Ob das auch für Clemens-August Krapp (76) eine Rolle gespielt hat, als er sich zum 1. Januar 2015 aus der Geschäftsleitung der Krapp Eisen GmbH zurückzog? Besser könnte das Unternehmen aus Lohne jedenfalls kaum dastehen: Die Mitarbeiterzahl ist im vergangenen Jahr von 488 auf 506 gestiegen, der Umsatz von 92,8 Millionen auf 101,5 Millionen Euro. Das gaben die beiden Geschäftsführer Roland Krapp und Sascha Heil am Montag bekannt.
„Sie haben jetzt die Aufgabe und die Verantwortung, die Zukunft der Krapp-Gruppe weiter erfolgreich zu gestalten. Ich bin mir sicher, sie können das und werden es auch schaffen“, sagte Clemens-August Krapp, dessen Großvater 1897 den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte gelegt hatte. Seitdem stehe das Haus Krapp auf vier stabilen Säulen: „der Glaube an Gott, die Kunden, die Mitarbeiter und die Lieferanten.“
Den frei gewordenen Platz in der Geschäftsleitung nimmt Sascha Heil (42) ein. Der Dinklager wollte ursprünglich Lehrer werden, brach sein Studium aber ab und kam 1995 zur Krapp-Gruppe. Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann begann seine Karriere im Unternehmen. Künftig steht er also Clemens-August Krapps Sohn in der Geschäftsleitung zur Seite. „Er ist fachlich und menschlich dazu in der Lage und bereit für diese Aufgabe“, sagte Roland Krapp (47) über den neuen Geschäftsführer.
Zur Krapp-Gruppe zählen die vier operativen Firmen Krapp Eisen GmbH & Co. KG (Nettoumsatz 78 Millionen Euro im Jahr 2014), die Krapp Objekte GmbH & Co. KG (Bereich Heizung, Klima, Lüftung, 20 Millionen Euro), die Krapp Torservice GmbH (Wartung- und Reparatur von Industrietoren, 2 Millionen Euro) und die Krapp Heizung & Sanitär GmbH (Wartung und Service von Lüftungsanlagen, 1 Million Euro). Es gibt acht Standorte in Niedersachsen.
Der Umsatz stieg in den vergangenen fünf Jahren von 69,7 Millionen auf 101,5 Millionen Euro. Aus 319 Mitarbeitern (2010) sind 506 geworden, mehr als 300 arbeiten in Lohne. „Unser Hauptziel ist es, sichere Arbeitsplätze zu schaffen“, betonte Roland Krapp.
2014 kamen auch eine weitere Logistikhalle (Höhe 13 Meter, Lagerfläche 1250 Quadratmeter) und ein Freilager (Lagerfläche 6000 Quadratmeter) in Lohne hinzu. Das Gesamtinvestitionsvolumen für diese beiden Projekte lag im vergangenen Jahr bei etwa 1,5 Millionen Euro.
