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Abschied Ein Generationswechsel steht an

Christoph Floren

LOHNE - Aus dem gebürtigen Niederschlesier und im Ruhrgebiet aufgewachsenen Hans Georg Niesel ist ein Lohner aus Leidenschaft geworden. Daran erinnert sich der 67-Jährige, wenn er zum 31. Dezember nach mehr als 32 Dienstjahren den Chefsessel im Rathaus räumt. Der Schritt fällt ihm leicht: „Ich freue mich, meinen Stellvertreter Tobias Gerdesmeyer als Nachfolger zu sehen. Wir halten seit vier Jahren engen persönlichen Kontakt,“ sagt der Noch-Bürgermeister.

Der „Countdown“ läuft

Der 31. Dezember ist Niesels letzter Arbeitstag. Doch mit der offiziellen Verabschiedung am 16. Dezember läuft der „Countdown“. Niesel will zunächst private Dinge sowie Erinnerungsstücke im Büro sichten, einen Teil erhält der Heimatverein, und schließlich entscheiden, welche seiner Reden er archiviert.

Aus der Zeit als Stadtdirektor, und danach als hauptamtlicher Bürgermeister erinnert sich Niesel an viele Begegnungen und Erlebnisse, einige davon mit großer Tragweite. Spontan führt er die Aufstufung Lohnes zum Mittelzentrum (1982), die Stadtsanierung (1982) und die 2008 eingeweihte „Südumgehung“ an. Verbunden mit diesen Eckdaten sind Begegnungen mit Politikern, wie etwa Ex-Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU), dem früheren Vorsitzenden des Landtags-Innenausschusses Karl Ravens (SPD) und Walter Hirche (FDP). Besonderen Stellenwert haben für Niesel zwei Zusammentreffen mit Ex-Bundesumweltminister Prof.Klaus Töpfer (CDU), der auch aus Waldenburg stammt. Ihre Wege kreuzten sich zunächst bei einem „Kleinen Stoppelmarkt“ in Bonn, und Jahre später, als Töpfer die Montags-Festrede auf dem Stoppelmarkt in Vechta hielt.

Als Rathauschef gerne mit angeschoben hätte Niesel, so bekennt er, ein Technologiezentrum Biogas in Lohne mit der örtlichen Firma „Envitec“. Allein schon, wegen der ständig wachsenden Bedeutung erneuerbarer Energien. Auch mit Blick auf das Projekt „Marktgalerie“, für das die Stadt Lohne Flächen von 4000 Quadratmetern erworben sowie „zwei Ankermieter“ gefunden hat, hätte er noch „gerne Vollzug gemeldet“.

Einsatz im Ruhestand

Politisch aktiv bleiben will Hans Georg Niesel nicht: „Der Generationswechsel ist angesagt. Darauf vertraue ich. Die Parteipolitik tut gut am Aufbau des Nachwuchses.“ Was ihm bleibt, sind einige seiner zahlreichen Ehrenämter. So will sich Niesel in Zukunft weiter im Kuratorium des St.-Franziskus-Hospitals, für die maßgeblich von ihm initiierte Bürgerstiftung, oder kulturell, für die Galerie Luzie Uptmoor engagieren. Hinzu kommen Hobbys, wie die Pferdezucht oder Sport, etwa Tennis.

Ach ja: Und ganz allein ist er im Ruhestand auch nicht. Seine Ehefrau Gabriele geht nur einen Monat nach ihm in Pension: „Dann haben wir ganz neue Freiheiten“.

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