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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Lohne

Bürgermeister verabschiedet letzte Bezirksvorsteher

10.02.2018

Lohne In Lohne gibt es keine Bezirksvorsteher mehr. Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer verabschiedete die letzten 21 ehrenamtlichen Bezirksvorsteher am Donnerstag aus ihrem Dienst. Die vormaligen Aufgaben wie Viehzählung oder das Zählen von Hunden erledigen heute die Stadt und andere Behörden.

Lohne war in 17 Land- und neun Stadtbezirke eingeteilt. Da die Aufgaben der Bezirksvorsteher in den vergangenen Jahren weiter abnahmen, beschloss der Rat der Stadt 2013, keine neuen Bezirksvorsteher zu berufen, wenn jemand aus dem Amt scheidet. Im vergangenen Jahr folgte dann der Beschluss, auf Bezirksvorsteher gänzlich zu verzichten.

Zuletzt waren 20 Männer und eine Frau für die Bezirke zuständig. Dienstälteste waren Bernhard Südkamp und Günter Vorwerk. Sie standen ihren Abschnitten Brockdorf- Nord und Klein-Brockdorf für 42 beziehungsweise 41 Jahre vor.

„Die Bezirksvorsteher waren in der Vergangenheit vor allem in den ländlichen Gebieten Mittler zwischen Stadtverwaltung und Bürger“, erklärte Gerdesmeyer bei der Verabschiedung in der Gaststätte Wicheler Timpen. Heute sei der Draht zum Rathaus kürzer: „Heute schickt der Bürger schneller eine Nachricht an die Stadt.“ Auch dank neuer Medien seien die Barrieren heute niedriger.

Im Namen von Rat und Verwaltung dankte Gerdesmeyer mit seinen Stellvertretern Elsbeth Schlärmann und Norbert Bockstette sowie seinem Allgemeinen Vertreter Gert Kühling den Ehrenamtlichen für ihre langjährigen Dienste, die auch oft mit manch unangenehmen Aufgaben verbunden waren.

Hauptaufgaben waren das Zählen von Vieh in den Ställen. Dies wird seit 2010 direkt von den Landwirten an die Behörden gemeldet. Weggefallen sind außerdem Aufgaben wie die Zählung von Hunden oder das Hinweisen von Grundstückseigentümer auf die Bekämpfung von Ratten. Auch Sammlungen zum Beispiel für die Kriegsgräberfürsorge oder das Deutsche Rote Kreuz organisieren heute die Verbände anders.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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