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Infrastruktur Dürrezeit in Lohne beendet

Lohne - Eine neue Trinkwasserleitung verbessert nun die Versorgungssituation in der Stadt Lohne: Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer und Kay Schönfeld, Regionalleiter des OIdenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) im Landkreis Vechta, nahmen sie am Donnerstag an der Straßengabelung Bergweg/Steinfelder Straße symbolisch in Betrieb, teilte der Wasserverband in einer Pressemitteilung mit.

Damit ist der dritte Bauabschnitt einer zusätzlichen Transportleitung vom Wasserwerk Holdorf nach Lohne abgeschlossen. Seit März wurde auf einer Länge von sechs Kilometern zwischen Steinfeld und Lohne das letzte Teilstück einer leistungsstarken Trinkwasserleitung verlegt. Sie hat einen Außendurchmesser von 45 Zentimetern. Die ursprünglich für den letzten Bauabschnitt vorgesehene Leitungstrasse ließ sich aufgrund von langwierigen Grundstücksverhandlungen nicht zeitnah umsetzen, so der OOWV. Um das Projekt schneller umsetzen zu können, wurde eine neue Trasse ausschließlich unter öffentlichen Flächen geplant.

„Ich freue mich sehr, dass der OOWV mit der neuen Wasserleitung dem steten Wachstum unserer Stadt Rechnung trägt. Durch den Bau der neuen Leitung kann der Wasserverband nun eine optimale Versorgung unserer Haushalte auch in den höheren Lagen gewährleisten“, sagte Bürgermeister Gerdesmeyer.

„Die Inbetriebnahme der Trinkwasserleitung ist ein wichtiger Meilenstein für die Daseinsvorsorge vor Ort“, unterstrich auch OOWV-Regionalleiter Kay Schönfeld. Die Versorgungssituation in Lohne werde dadurch wesentlich verbessert. „Engpässe an besonders heißen Tagen sollten damit der Vergangenheit angehören“, betonte Kay Schönfeld.

Probleme bei Hitze

Noch Ende Juni war es aufgrund von Hitze und Dürre in Lohne zu Wasserengpässen gekommen. Wie berichtet, hatten damals einige Straßenzüge abends zwischen 19 und 22 Uhr auf dem Trockenen gesessen, weil der Wasserverbrauch in der Stadt zu hoch war. Denn insbesondere in der Zeit zwischen 16 und 23 Uhr musste laut OOWV teilweise mehr als doppelt soviel Wasser durch die Leitungen laufen als an durchschnittlichen Tagen. Dies habe das Leitungsnetz an seine Grenzen gebracht. Außerdem musste dort immer wieder der Wasserdruck abgesenkt werden.

Um die Versorgungsdrücke auch in „kritischen Witterungsphasen“ zusätzlich zu stabilisieren, soll laut OOWV eine Druckerhöhungsanlage installiert werden, die zum Jahresbeginn 2020 im Bereich des Bergwegs in Lohne steht.

Kay Schönfeld dankte der Lohner Bevölkerung für ihre Geduld angesichts der vorübergehenden Versorgungsengpässe. Er bat aber gleichzeitig um einen bewussten Umgang mit dem Trinkwasser. Der OOWV darf im Landkreis Vechta nach dem geltenden Wasserrecht aktuell 4,67 Millionen Kubikmeter Grundwasser fördern und es im Wasserwerk in Holdorf aufbereiten. Von hieraus versorgt der OOWV den südlichen Teil des Landkreises Vechta. Das Wasser für den nördlichen Teil liefern die OOWV-Wasserwerke in den Landkreisen Cloppenburg und Oldenburg.

Der OOWV-Regionalleiter lobte die Mitarbeiter der eingesetzten Firmen Schulte-Perk (Saterland-Strücklingen) und Sieverding (Cappeln). Eine sechs Kilometer lange Leitung in weniger als einem halben Jahr zu verlegen, bezeichnete er als „Rekordbauzeit“. Zur Beschleunigung der Maßnahme seien gleichzeitig mehrere Arbeitskolonnen eingesetzt worden. Insgesamt investierte der OOWV nach eigenen Angaben etwa sechs Millionen Euro in die neue Leitung.

Bauarbeiten dauern an

Voraussichtlich Ende November ist die gesamte Baumaßnahme laut Angaben des OOWV beendet. Nun werde der Radweg auf der Länge zwischen Steinfeld und Lohne neu hergestellt – ausgenommen ist der Bereich in Mühlen. Hier ist die Trinkwasserleitung auf der gegenüberliegenden Seite verlegt worden, so der Wasserverband. Der OOWV bittet um Verständnis für noch zu erwartende Verkehrsbehinderungen.

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