Lohne - Mehr als 150 Institutionen und Personen unterstützen den Lohner Integrationspakt (LIP). Nun tauschten sich die Unterstützer im Rahmen der Veranstaltung „LIP – trifft sich“ aus.
Außerdem zogen sie eine Zwischenbilanz, was die Wohnsituation der Geflüchteten angeht. Dazu besichtigten die Teilnehmer die von der Stadt Lohne neu errichteten Wohnhäuser für Geflüchtete.
Der Rat der Stadt Lohne entschied sich im Vorjahr einstimmig, vier Wohnhäuser für die mittelfristige Unterbringung von Asylsuchenden und bereits anerkannten Flüchtlingen mit ihren Familien zu bauen. Am Hamberger Pickerweg und an der Steinfelder Straße sind die Mehrparteienhäuser bereits bezugsfertig. Im Bau befinden sich derzeit noch Unterkünfte am Falkenweg und auf dem Gingfeld.
Zuvor mussten die Flüchtlinge in Wohncontainern untergebracht werden, denn als seit Jahresbeginn 2015 rund 600 Geflüchtete nach Lohne kamen, reichte der vorhandene Raum nicht aus. Schließlich sind diese 600 bereits mehr als zwei Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt. „Der kurzfristige Zuzug hat uns zunächst vor große Probleme gestellt“, blickt Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer zurück. „Wir mussten als Stadt dafür sorgen, dass diejenigen, die Asyl suchen, ein Dach über den Kopf haben“.
Deshalb sei der LIP auch so wichtig für die Stadt, betont Gerdesmeyer: „Der Vertrag ist praktische Grundlage des Miteinanders von Einheimischen und derer, die zu uns gekommen sind“. Und der Pakt wächst nach wie vor weiter, obwohl er bereits 2008 aufgestellt worden ist. Zu Beginn des Treffens im Ratssaal erklärten weitere zehn Personen ihre Bereitschaft, die Ziele des LIP zu verfolgen. Organisiert hatte das Treffen der Präventionsrat.
Der Integrationspakt umfasst Präambel und acht Leitlinien. Festgeschrieben sind darin unter anderem das Bekenntnis zur Chancengleichheit und das Erlernen der deutschen Sprache.
In der Praxis führte der LIP in der Vergangenheit zu einer gemeinsamen Berufsinformationsveranstaltung der Adolf-Kolping-Schule und des Islamischen Kulturvereins. Außerdem gab es bereits zahlreiche Projekte in Kooperationen mit Unternehmen.
