LOHNE - Starke Frauen aus dem Oldenburger Münsterland (OM) zeigen der Freundeskreis Luzie Uptmoor und die gleichnamige Stiftung vom 30. Oktober bis 14. Februar 2010 in einer Sonderausstellung der Galerie Luzie Uptmoor im Industrie Museum Lohne (IML). Vorab nutzten die Freundeskreisvorsitzende Mechthild Beckermann und die Historikerin Dr. Maria Anna Zumholz den Besuch von Sponsorenvertretern, um den Begleitband für das Projekt vorzustellen.

Die Auswahl der Exponate umfasst 35 Portraits von Frauen, die sich im „OM“ durch ihre besondere Lebensgeschichte einen Namen gemacht haben. Ganz gleich, ob als Heimatdichterin oder Hebamme, als Unternehmerin oder Künstlerin.

Recherche zur Geschichte

Anlass für das Engagement der Galerie ist der 25. Todestag der aus Lohne stammenden Künstlerin Luzie Uptmoor. Bei Nachforschungen habe der Freundeskreis erstaunlich viele Portraits mutiger Frauen gefunden, so Beckermann. Daher hätten die Verantwortlichen die Historikerin Zumholz gebeten, deren Geschichte wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Zumholz zeigte sich überrascht, wes für ein starkes Frauenbild sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gefunden habe. So hätten katholische Theologen und vor allem die Schwestern Unserer Lieben Frau maßgeblichen Anteil an der Bildung der betreffenden Personen. Die seinerzeit aus Preußen vertriebenen Schwestern hätten sich stark in der heimischen Region eingebracht.

Modellhaftes Projekt

Dr. Bernward Kröger vom Verlag Aschendorff (Münster), der den Begleitband herausgebracht hat, und Dr. Wolfgang Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, sprachen vor Ort von einem wertvollen geschichtlichen Beitrag. Er trage von Lohne aus zur Aufarbeitung der Frauengeschichte in der hiesigen Region bei. Das fordere weitere Regionen zur Nachahmung auf.

Mehr Infos unter

www.luzie-uptmoor.de