LOHNE/OLDENBURG - LOHNE/OLDENBURG - Die Besucher sind zu einer Zeitreise in die industrielle Vergangenheit eingeladen. Mit der Sonderausstellung „Krumme Hunde und Kluppenpinsel“, einer Reminiszenz an die Blütezeit der heimischen Pinselmacher und Tabakindustrie, steuert das Industrie Museum Lohne (IML) vom 22. Mai bis 21. August regionale Aspekte zum Projekt „Jahrhundertschritt 05“ in Oldenburg bei. Die Veranstaltungsreihe ruft den 100. Jahrestag der Oldenburger Landes-, Industrie- und Gewerbeausstellung 1905 in Erinnerung.

Zu den Hauptattraktionen dieser „Regional-Expo“ längst vergangener Tage zählten von dem Hamburger Architekten und Ausstellungsgestalter Peter Behrens (1868 – 1940) entworfene und in Holzskelettbauweise errichtete Gebäude. Eins davon war der „Lohner Zigarrenpavillon“. Eine Arbeitsgemeinschaft verschiedener regionaler Handwerker vom Betonbauer bis zum Zimmermann hat sich nun entschlossen, diesen Pavillon nach durch Zufall aufgefundenen Originalplänen und in moderner „Holzrahmenbauweise“ für das IML wieder aufzubauen. Für die Materialbeschaffung und die Logistik dieses industriegeschichtlichen Denkmals zeichnet die Vechtaer Firma Karl Ahmerkamp verantwortlich.

„Zunächst werden ab Ostern die Einzelsegmente von den Handwerkern, darunter auch der Betrieb von Karl-Heinz Burdiek, dem Obermeister der Zimmerer-Innung Vechta, in ehrenamtlicher Arbeit vorproduziert. Die Montage in Lohne erfolgt zwischen dem 4. und dem 15. April,“ so Ahmerkamp-Vertriebsleiter Fritz Rietkötter. Er sieht in der Rekonstruktion des „Tabakpavillons“ nach historischen Vorgaben „eine Möglichkeit, etwas Typisches aus der Region für die Region zu dokumentieren“. Zudem soll der Pavillon an die Bedeutung des Industriestandortes Lohnes im 19. Jahrhundert erinnern.

Mehr Informationen auch unter www.industriemuseum-lohne.de

www.jahrhunderschritt05.de