• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Lohne

Mahngottesdienst: Lohner setzen Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

08.09.2015

Lohne Ein eindrucksvolles Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit haben am Freitag die Lohner Bürger gesetzt. Fast 1000 Menschen kamen unter dem Motto „Zeig Gesicht! Steh auf!“ in der St. Josef Kirche zusammen. Zu der Aktion aufgerufen hatte die Pfarrei St. Gertrud.

Dechant Rudolf Büscher hielt die Predigt und wählte dabei deutliche Worte: „Wenn ich die Bilder der letzten Tage, Wochen und Monate in mir aufsteigen lasse, dann wird mir schlecht.“

Er erinnerte an die Ereignisse, die in Verbindung mit den Flüchtlingsströmen für Bestürzung gesorgt hatten: „Menschen, die in überfüllte Boote steigen und nicht wissen, ob sie heil ankommen. Menschen wie jene 71, die erstickten, und die Fahrer interessiert es einen Dreck und sie flüchten. Oder jenes Bild, auf dem ein kleiner Junge in der Türkei an die Küste gespült wird.“ Büscher bezeichnete diese Zustände als „entsetzlich“ und sprach von „Wut“, die dadurch in ihm und anderen Christen ausgelöst würde.

Seiner Meinung nach ziehen sich der ungarische Ministerpräsident und andere osteuropäischen Länder aus der Verantwortung und weisen Deutschland den „Schwarzen Peter“ zu. „Wenn der ungarische Ministerpräsident nur Christen als Flüchtlinge will, dann sollte er schnellstens das Evangelium von heute lesen, damit er nicht auf der falschen Seite landet.“ Die Anschläge auf Asylheime und die fremdenfeindlichen Demonstrationen der vergangenen Tage bezeichnete Büscher als „Teufelswerk“.

Gleichzeitig richtete er im Namen der Anwesenden seinen Dank aus an all die Menschen, „die sich in übergroßen Maße engagieren, die Flüchtlingen Wohnung geben, die sie mit Kleidung und den alltäglichen Notwendigkeiten versorgen, ihnen vor allem zu essen und zu trinken geben.“ Zum Schluss erinnerte der Dechant daran, dass auch Jesus und seine Eltern Flüchtlinge waren: „Jeder Flüchtling ist ein Königskind Gottes.“ Die Gäste wussten Büschers eindringliche Ansprache zu schätzen und dankten ihm mit langanhaltendem Applaus.

Vor und nach dem Gottesdienst nutzten zahlreiche Menschen die Gelegenheit und ließen sich von Mechtild Runnebom fotografieren. Aus allen Porträts soll ein Plakat erstellt werden, das unter dem Motto „Zeig Gesicht“ in den Kirchen hängen wird.

Andreas Heizmann Volontär / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.