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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Lohne

Sorge nach Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft

19.04.2016

Lohne Gibt es Fremdenfeindlichkeit im Oldenburger Münsterland? Diese Frage stellt sich nach dem Brand des als Unterkunft für die sechsköpfige syrische Flüchtlingsfamilie Hamo vorgesehenen Hauses an der Bakumer Straße in Lohne am Freitag, 15. April. 700 Lohner haben am Sonntagabend gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert.

Als Ursache für das Feuer, das das frisch renovierte Gebäude unbewohnbar gemacht hat, schließen die Behörden Brandstiftung nicht aus. Spezialisten haben die auf Hochtouren laufenden Ermittlungen übernommen. Der Staatsschutz ist beteiligt.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg, die sich eingeschaltet hat, hielt sich am Montag bedeckt. Mit Blick auf laufende Ermittlungen verwies der Erste Staatsanwalt Martin Rüppell darauf, dass er zu diesem Sachverhalt „möglicherweise auch in den nächsten Tagen keine näheren Angaben“ machen könne.

„Die in der früheren Bundeswehrkaserne an der Von-Stauffenberg-Straße lebende Familie Hamo wurde anderweitig untergebracht“, erklärte Lohnes Presssprecher Christian Tombrägel. Derzeit unterhält die Stadt Lohne mehr als 40 Flüchtlingsunterkünfte. Zum Bau von drei neuen Standorten ist am Montag, 25. April, ab 19.30 Uhr eine Bürger-Information im Rathaus geplant.

„Bei dem Brand des Hauses nahe dem Jugendtreff handelt es sich um den ersten Zwischenfall dieser Art in unserer Stadt. Dieser Umstand ebnet leider den Weg für viele Spekulationen“, so Lohnes Polizeichef Frank Soika. „Unser Ziel und Anliegen ist, dass Flüchtlingen nichts passiert. Deshalb werden die Unterkünfte im Stadtgebiet im Rahmen des Streifendienstes überwacht. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung und Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer“, so der Hauptkommissar.

„Für den Fall, dass es in Lohne Brandstiftung war, ist sie eindeutig und scharf zu verurteilen. Sollte sie politisch motiviert gewesen sein, ja, dann hätten wir in der Tat ein Problem mit Fremdenfeindlichkeit. Auf alle Fälle freue ich mich darüber, dass sich spontan 700 Menschen mit der syrischen Familie solidarisieren“, so Dietmar Fangmann, Referent für Migration und Integration, Landes-Caritasverband für Oldenburg in Vechta.

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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