Lohne/Rechterfeld - Die PHW-Gruppe aus Rechterfeld hat am Freitag das neue Zentrallabor in Lohne eingeweiht. Zwei Millionen Euro wurden investiert. An der Einweihung nahm auch Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer als Festredner teil.
Neben einem eigenen Veterinärlabor in Rechterfeld betreibt die PHW-Gruppe seit 1990 ein Zentrallabor in Lohne. Es dient dem allgemeinen Qualitätsmanagement und untersucht Lebensmittel unter modernsten Bedingungen. Um unter noch besseren technischen Arbeitsbedingungen das unternehmenseigene Qualitätsmanagement auszubauen, ist das Zentrallabor in den Neubau am Bergweg 18 in Lohne umgezogen. „Nur wenige Lebensmittelhersteller verfügen über ein eigenes Zentrallabor. Unsere hervorragende Analytik und die Verankerung innerhalb unserer Gruppe ermöglichen höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie schnelle Handlungsfähigkeit“, sagt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe.
„In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Analysen deutlich erhöht“, erläutert Dr. Jan Bernd Barhorst, Laborleiter. „Dies liegt zum einen daran, dass das Produktportfolio stetig wächst und somit mehr Produkte beprobt werden müssen. Zum anderen steigen die Anforderungen des Handels an die Produkte.“ Etwa 42 000 Proben wurden 2016 im Zentrallabor untersucht und rund 210 000 Analysen gemacht. Die Labortätigkeiten umfassen die mikrobiologische, chemische und rückstandsanalytische Untersuchung von Produkten der PHW-Betriebe. „Mithilfe mikrobiologischer Untersuchungen können wir gewährleisten, dass die Produkte sicher und verkehrsfähig sind“, so Barhorst. Alle produzierenden Betriebe schicken täglich Proben ihrer Geflügelprodukte ein.
Die Rückstandsanalytik nimmt einen besonderen Stellenwert bei der PHW-Gruppe ein. So testet das Labor das Geflügel unter anderem auf Antibiotikarückstände. Wenn einer der rund 1000 Partnerlandwirte sein Geflügel zur Schlachtung liefert, werden Proben entnommen und nach Lohne geschickt. Etwa 20 000 Rückstandsanalysen garantieren, dass die gesetzlichen Anforderungen der Rückstandsfreiheit von Geflügelprodukten erfüllt werden.
Die Grundfläche ist mit rund 1100 Quadratmetern fast doppelt so groß wie im Altbau. Der Neubau verfügt über eine zentrale Wasseraufbereitungsanlage und größere Kühlkapazitäten sowie über ein Archiv und einen Serverraum. Im Zuge des Neubaus wurden vergangenes Jahr vier neue Laborfachkräfte und ein Auszubildender eingestellt, so dass sich das aktuelle Laborteam aus 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammensetzt.
