Elsfleth/Jever/Schortens - Am Ende nimmt die HG Jever/Schortens die fest eingeplanten Punkte gegen die zweite Mannschaft vom Elsflether TB mit nach Hause – allerdings ohne sich dabei mit Ruhm zu bekleckern. „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt, das ist alles, was zählt“, sagt der HG-Trainer Henning Cassens. Dass das Landesliga-Handballspiel knapper als gedacht verlief, hat einen wesentlichen Faktor, der auch einen Namen trägt: Hendrik Tolck. Der Elsflether Rückraumspieler spielt normalerweise in der ersten Mannschaft der TB und traf gleich 13 Mal gegen die Friesländer. „Ohne die Tore von Tolck würde das Ergebnis deutlich einseitiger aussehen“, sagt Cassens.
Die HG fand dabei nur mühsam in das Spiel hinein. Bis zur zwölften Minute führte der Tabellenletzte sogar mit 6:3. Trainer Cassens reagierte, nahm ein Team-Timeout und wechselte auf zwei Positionen. Die Entscheidung schien zu fruchten: Die HG war nun stabiler in der Abwehr und zielstrebiger im Angriff. In die Halbzeitpause ging es dann mit einer Führung von 14:10. Diese sollten die Friesländer auch bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand geben, so dass am Ende ein verdientes 26:29 auf der Anzeigetafel in Elsfleth stand.
„In dem Spiel wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen“, sagt HG-Coach Cassens. Zufrieden sei er auf Grund der Rahmenbedingungen aber trotzdem. „Viele von uns waren mit Corona infiziert und sind noch nicht wieder bei 100 Prozent. Wir hatten zudem kaum Auswechselspieler, so dass die Jungs teilweise auf Positionen spielen mussten, die sie nicht gewohnt sind.“ Ein besonderes Lob hatte Cassens dann noch für einen Debütanten aus der A-Jugend. „Unser Torhüter Michael Hendrik hat eine wirklich tolle Leistung gezeigt – und das in seinem ersten Herrenspiel.“
Nächste Woche hofft Cassens dann im Derby gegen den Wilhelmshavener SSV auf ein besseres Spiel seiner Mannschaft – und auf mehr Wechselmöglichkeiten.
