Esens - Nach der erneuten Niederlage mit acht Toren Unterschied gegen den Landesklassen-Aufsteiger HSG Friesoythe (diesmal mit 16:24 Toren) sind die Chancen der Handballerinnen des TuS Esens auf den Klassenerhalt weiter gesunken. Trainer Holger Weerts fehlte diesmal mit Corinna Conrad eine durchschlagskräftige Spielerin. Zudem waren einige Stammspielerinnen angeschlagen oder verletzten sich während der Partie.

Auch wenn die Gastgeberinnen personell dank der Ergänzungsspielerinnen aus der zweiten Mannschaft zahlenmäßig dem Neuling sogar überlegen waren, wurde schnell deutlich, dass diesem neu zusammengestellten Kader die mannschaftliche Bindung fehlte. „In der Woche vor dem Spiel häuften sich die negativen Meldungen zu den Ausfällen unserer Spielerinnen“, berichtete TuS-Trainer Holger Weerts. Bis zur neunten Minute gerieten die TuS-Handballerinnen mit 1:4 Toren in Rückstand. Holger Weerts nahm bereits früh eine Auszeit, um Korrekturen vorzunehmen. Bis zur 18. Spielminute kämpften sich die Bärenstädterinnen auf 6:7 heran, doch bis zum Seitenwechsel gaben die Gäste ihre stets knappe Führung nicht mehr aus der Hand. Beim Stand von 11:13 wurden die Seiten gewechselt.

Bereits im ersten Spielabschnitt war die Zurückhaltung der Unparteiischen bei der Ahndung von Regelwidrigkeiten aufgefallen. Die ersten zwölf Spielminuten der zweiten Halbzeit waren umkämpft, aber auch ohne Verwarnungen oder Zeitstrafen auf beiden Seiten. Als sich die Gäste auf 19:14 absetzten, unterbrach Weerts den Sturmlauf des Aufsteigers erneut durch eine Auszeit. Durch Fehler im Angriff vergaben die Gastgeberinnen, die mittlerweile nur noch auf eine Auswechselspielerin zurückgreifen konnten, in den folgenden Minuten einige Chance. Auf der Gegenseite demonstrierten die HSG-Spielerinnen Marina Hilker und Alina Kühn, wie konsequente Chancenverwertung aussieht. In der 47. Minute hatten sich die Gäste auf 21:14 abgesetzt. Die Partie war entschieden. TuS-Torhüterin Kyra Janssen sorgte insbesondere in der zweiten Halbzeit durch vier abgewehrte HSG-Strafwürfe und einigen Paraden dafür, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Den 16:24-Endstand verhinderte sie aber auch nicht.

Während sich der HSG-Trainer Stefan Stratmann nach dem Abpfiff der Partie über den ersten Auswärtssieg seiner Mannschaft freute, muss Holger Weerts gemeinsam mit den Verantwortlichen des Vereins jetzt Überlegungen anstellen, wie einerseits das nächste Spiel personell bestückt und andererseits in der nächsten Saison – wahrscheinlich wieder auf Regionsebene – eine konstante personelle Struktur geschaffen werden kann. Trotz des bitteren Spielverlaufs lobte TuS-Trainer den aufgebotenen Kader für die gezeigte Moral gegen Friesoythe.