Esens - Anfang November des vergangenen Jahres haben die Landesklassen-Handballerinnen des SV SF Larrelt das Heimrecht für das Hinspiel gegen den TuS Esens übernommen, weil diesem keine Hallenzeit in der Ausweichhalle zur Verfügung stand. Eine Änderung der Rückspielansetzung erfolgte erst jetzt. Der TuS Esens wird die Partie am Sonntag ab 16 Uhr in der Dreifach-Sporthalle austragen.

Die erste Verlegung erfolgte auf ausdrücklichen Hinweis der Staffelleitung, die weitere Spielverlegungen vermeiden wollte. Waren es im November Hallenprobleme, sind es jetzt personelle Schwierigkeiten, die beim TuS Esens im Vordergrund stehen. TuS-Trainer Holger Weerts war nach dem zusätzlichen verletzungsbedingten Ausfall von zwei weiteren Spielerinnen ratlos. „Wir müssen schauen, wie wir für das Spiel gegen Larrelt eine Mannschaft zusammenstellen können“, klagte er. „Eine gebrochene Schulter, ein Bandscheibenvorfall, eine gebrochene Hand nach einem Skiurlaub und dazu noch Grippeerkrankungen“, listete er die Hiobsbotschaften auf. Die längerfristigen Ausfälle können nur durch Spielerinnen der zweiten Mannschaft überbrückt werden. Da die Zweite ihr Spiel in der Regionsoberliga bereits gestern Abend absolviert hat, können erneut einige Spielerinnen in der Ersten aushelfen. Dass angesichts der anhaltenden Rückschläge der Kampf um den Klassenerhalt immer schwieriger wird, ist allen Beteiligten klar.

Dennoch wird Trainer Holger Weerts alles daransetzen, dass auch im Rückspiel gegen den SV SF Larrelt eine Mannschaft zur Verfügung steht, die ihre Chance wahrnehmen möchte. Weerts weiß, dass auch der Trainer des SV SF Larrelt, Jan Kaufmann, derzeit mit personellen Problemen zu kämpfen hat. Die Emderinnen waren als Tabellendritte mit großen Erwartungen zum aktuellen Spitzenreiter HSG Hude/Falkenburg II gereist, gingen dort aber mit 12:36 Toren unter. Dadurch ist der dritte Tabellenplatz wieder in Gefahr geraten. Die SG Friedrichsfehn/Petersfehn II und auch die HG Jever/Schortens erheben noch Anspruch auf den dritten Rang, der dann von Bedeutung ist, wenn eine der beiden führenden Teams auf die Aufstiegsmöglichkeit verzichtet.

Beim TuS wird ebenfalls auf die Entwicklung in der Tabelle geschaut, allerdings im unteren Bereich. Der Rückstand auf Tabellenplatz elf (derzeit Wilhelmshavener SSV II) beträgt fünf Punkte. Angesichts des Restprogramms der Tabellennachbarn des TuS Esens ist noch mit Verschiebungen zu rechnen. Da der TuS noch gegen die direkten Tabellennachbarn HSG Neuenburg/Bockhorn und Wilhelmshavener SSV II vor eigenem Publikum spielen kann, ist die Chance auf den Klassenerhalt nach wie vor gegeben.