Friesland - Sich als Verein attraktiver machen und den Leistungsgedanken weiter in den Vordergrund rücken – auf diese einfache Formel lässt sich jetzt das Paket bringen, dass die HG Jever/Schortens geschnürt hat. „Wir haben die Corona-Pause genutzt, um vereinsintern ein kleines Resümee zu ziehen“, sagt der HG-Vorsitzende Dietmar de Vries. Herausgekommen ist die Erkenntnis, dass manche Gebiete ein wenig schleifen gelassen worden sind. Das betrifft unter anderem auch die Ausbildung der Jugendhandballer. Zwar ist die HG in vielen Altersklassen in der Landesliga vertreten, das sei nach Ansicht der HG-Verantwortlichen aber nicht ausreichend.
Kompetenz im Verein
„Unser Ziel ist, in allen Jugenden ein Mannschaft in der Landesliga zu platzieren oder zumindest die Qualifikationsrunde zu spielen“, sagt de Vries. Um das zu gewährleisten, wurde an einigen personellen Stellschrauben gedreht. Mit Christian Schmalz setzt die HG Jever/Schortens ab sofort einen Sportlichen Koordinator ein. „Wenn wir schon solch eine Kompetenz im Verein haben“, sagt de Vries mit Blick auf den erfahrenen Trainer, „dann wäre es dumm, diese nicht auch zu nutzen.“ Schmalz wird zukünftig auch interne Trainerfortbildungen anbieten. Ihm zur Seite steht als Athletiktrainer für die männliche sowie weibliche B- und A-Jugend Reiner „Schumi“ Schumacher.
Ein zweiter Aspekt steht für de Vries im Fokus. In den Pandemie-Jahren sei seiner Ansicht nach vieles auf der Strecke geblieben. Auch die Geschlossenheit der Handballer habe darunter gelitten. „Wir wollen das ,Wir–Gefühl’ wieder steigern.“ Gemeinsam Weihnachtsfeiern, Ausflüge zu Handball-Turnieren, wie schon in vergangenen Jahren, als sich nahezu der gesamte HG-Tross auf den Weg zum Freiluftturnier nach Ibbenbühren aufgemacht hat. „Wir wollen uns dadurch attraktiv machen, auch für potenzielle Trainer“, erklärt de Vries.
Hände sind gebunden
In diesem Zusammenhang denkt er auch über jährliche Erste-Hilfe-Fortbildungen für Betreuer und Trainer nach. Das alles vor dem Hintergrund, dass es immer schwieriger wird, Trainer für die Betreuung von Mannschaften zu gewinnen. Die HG steht im Wettbewerb, dessen ist sich der Vorsitzende bewusst. Allerdings kann er fehlende Standortvorteile nicht mit finanziellen Mitteln wettmachen. „Da sind uns die Hände gebunden. Darum versuchen wir auch alte und vor allem neue Wege zu beschreiten.“
