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Tischtennis TuS Sande schickt ein ganz junges Team in die Landesliga

Kathrin Kraft
Kathrin Kraft Hans-Heinrich Schrievers

Friesland - Die Meldung der Tischtennis-Damen-Mannschaften für die Saison 2021/22 hat große Überraschungen mit sich gebracht. Während der MTV Jever dank seiner Nachwuchsarbeit mit zwei Teams den Sprung in höhere Spielklassen wagt, meldet der TuS Sande nur noch eine einzige Damenmannschaft, die zudem auf ihren Platz in der Verbandsliga verzichtete und nun in der Landesliga auf Punktejagd gehen wird.

Landesliga Weser-Ems

Nachdem der TuS Sande I zur vergangenen Saison bereits auf einen Startplatz in der Oberliga Nordwest verzichtet hat, erfolgt für die neue Saison nicht nur ein weiterer freiwilliger Rückzug, sondern auch noch die Reduzierung der Mannschaftszahl. Die zweite Mannschaft – in der Saison 2019/20 noch Meister in dieser Spielklasse – wurde gar nicht mehr gemeldet. „Meike Fengler will nur noch fünf Spiele machen, Susanne Meyer hat große Rückenprobleme und weiß gar nicht, ob sie überhaupt spielen kann und bei Anke Black ist es das Knie“, zählt Spartenleiter Frank Black die verschiedenen Gründe für diese Entscheidung auf. „Wenn wir nun zwei Damenteams melden und es fallen doch zwei länger aus – dann wirds kriminell. Das Risiko wollten wir nicht eingehen.“

Nun ruhen die Hoffnungen auf den jungen Spielerinnen. Vanessa Black, Anna Boumann, Melina Gautzsch, Alea Augustin und Lina Marie Buck bilden den Kern der neuen Landesligamannschaft. Für die anderen heißt das aber nicht, dass sie ihre Tischtenniskarriere an den Nagel hängen müssen – auch für sie hat Frank Black eine Lösung gefunden: Sie werden in den Männermannschaften gemeldet. Für Meike Fengler wird das aufgrund ihrer hohen Ratingwerte wohl die zweite Mannschaft in der Bezirksliga sein, alle anderen finden in der 3. Herren und damit in der 2. Bezirksklasse einen Platz. „Sie haben auch Lust, bei den Herren mitzuspielen“, bestätigt Frank Black.

Gegner des jungen Landesligateams sind SV 28 Wissingen II und III, SV Molbergen, Elsflether TB, Süderneulander SV, TV Dinklage, Hoogsteder SV II, TSG Dissen und Hundsmühler TV II.

Bezirksoberliga

Der Heidmühler FC bleibt in dieser Spielklasse, hofft aber auf eine weitere Leistungssteigerung der Mannschaft, damit die Abstiegsgefahr nicht erneut die Begegnungen begleitet. Aufgerückt ist der MTV Jever I, der zur Auffüllung der Spielklasse berechtigt war. Dort will die Mannschaft, die weiterhin aus routinierten Spielerinnen und dem Nachwuchstalent Sophie Fries besteht, eine neue Herausforderung suchen. „Wir haben uns ja vorher schon Gedanken gemacht und wären auch schon früher aufgestiegen, wenn es denn Plätze gegeben hätte“, erläutert MTV-Fachvorstand Thorsten Hinrichs die Entscheidung. „Es war erklärtes Ziel, hochzugehen.“ Den letzten Auftritt in der Bezirksoberliga hatte das MTV-Damenteam in der Saison 2014/2015. „Unter sportlichen Gesichtspunkten ist es natürlich so optimal, damit die jungen Leute sich entwickeln können“, sagt Thorsten Hinrichs.

Gegner für die hiesigen Teams sind die Aufsteiger zur vergangenen Saison Oldenburger TB II und TTC Norden, die wieder gemeldet haben, die TTG Nord Holtriem sowie die bisherigen Teams SV Blau-Weiß Emden-Borssum I und II, SuS Rechtsupweg, Elsflether TB II und TSV Holtrop.

Bezirksliga

Mannschaftsführerin Claudia Redenius vom Nachrücker MTV Jever II freut sich mit den weiteren MTV-Nachwuchsspielerinnen auf die neue Herausforderung. Ziel ist es, durch einen kontinuierlichen Spielbetrieb weitere Erfahrungen in einer Liga zu sammeln, die schon länger das erklärte Ziel war. „Auch hier mussten wir nicht überlegen“, sagt Tischtennis-Fachwart Thorsten Hinrichs – „das passt.“

Liga-Konkurrent Vareler TB will ebenfalls mit einer neu strukturierten Mannschaft durchstarten. Nicht wieder gemeldet wurde die Mannschaft von TuR Eintracht Sengwarden. Dadurch bleibt es bei insgesamt neun Teams in dieser Staffel. TuS Wahnbek, TTV Brake, Hundsmühler TV III und IV, TuS Ocholt, VfL Edewecht und der Oldenburger TB III sind die weiteren Gegner der friesländischen Teams.

Kathrin Kraft
Kathrin Kraft Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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