Friesland/Wilhelmshaven -
Fußball-Regionallist TSR Olympia Wilhelmshaven (6.) verbesserte seine Zuschauerbilanz durch 13 000 Besucher im Heimspiel gegen den FC St. Pauli (5.) im Stadion an der Friedenstraße am 29. Spieltag erheblich. Durch das 0:0-Unentschieden büßten jedoch beide Teams wichtige Punkte auf Spitzenreiter VfL Osnabrück ein. Der Heidmühler Hans-Hermann Mindermann stand mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens bei den Jadestädtern. In der Abwehr rettete er vor dem einschussbereiten FC-Angreifer Horst Romes zur Ecke (52.), im Angriff scheiterte er mit einem Fernschuss an FC-Keeper Udo Böhs (72.). Beide Mannschaften sammelten durch die gute Platzierung wichtige Wertungspunkte für die Aufnahme in die neue 2. Bundesliga in der Saison 1974/75.
Durch ein 2:2-Remis beim ESV Wilhelmshaven sicherte sich die Fußball-Bezirksklassen-Mannschaft des FC Rot-Weiß Sande/Cäciliengroden einen wertvollen Punkt im Abstiegskampf. Vor einer außerordentlich großen Zuschauerkulisse erzielten die in dieser Saison erfolgreichsten RW-Stürmer Günther John (1:0) und Horst Sklorz (Elfmeter) die RW-Treffer. Endgültig wurden die Abstiegssorgen durch zwei Erfolge gegen Oldenburger Teams vertrieben: Dem 3:1-Auswärtssieg beim Post SV folgte ein 2:1-Heimsieg gegen den SV Glückauf. Die 1:2-Heimniederlage gegen den Heidmühler FC im „Friesland-Derby“ schmerzte deshalb nicht so sehr. Beide HFC-Tore erzielte Gerd Langner, beim FC Rot-Weiß war Horst Sklorz erfolgreich. Im Monat April gab Nachwuchsspieler Hans-Jörg Coert sein Debüt im Kader der Mannschaft vom Groden. Die Heidmühler haben nach der 0:1-Niederlage des Tabellenführers TuS Varel gegen den Polizei SV Oldenburg kurz vor dem Saisonende wieder Chancen auf die Meisterschaft.
Die Hoffnung beim Tabellenvorletzten FSV Jever auf den Klassenerhalt nach dem 2:1-Sieg beim Polizei SV Oldenburg (Jose Alonso und Rainer Schmidt erzielten die Tore) dauerte nur eine Woche. Durch die 3:4-Niederlage beim ESV Wilhelmshaven standen die Marienstädter angesichts des sehr schlechten Torverhältnisses (39:81) als Absteiger fest.
Der April 1971 brachte den Saisonstart für die in der Bezirksklasse Nord spielenden Großfeld-Handballer des TuS Cäciliengroden. Sie nahmen zunächst am Ostersonntag an einem Turnier des TV Altjührden teil. Dennoch verpatzten sie den Punktspielstart durch eine 8:11-Niederlage beim Mitaufsteiger TuS Eiche-Wilhelmshaven. Dank der Treffer von Hermann Rohlfs und Dieter Hartung gelang dem MTV Jever I dagegen zum Saisonauftakt ein deutlicher 18:9-Erfolg beim TuS Schaar II. Auch die nachfolgende Partie gegen den TSV Germania Wilhelmshaven II wurde mit 11:10-Toren gewonnen und dadurch die Tabellenführung behauptet. Auch die Handballerinnen des TuS nutzten Turnierangebote, um sich auf die Kleinfeld-Saison vorzubereiten. Beim MTV Aurich wurde ebenso der dritte Platz erreicht, wie beim Turnier in Horumersiel um den „Bernhard-Sauer-Pokal“. Für die erstmals vorgesehene Kleinfeld-Spielrunde 1971 des Handballkreises Friesland wurden 18 Männer-, acht Frauen- und elf Jugendmannschaften gemeldet. Mit dabei war der MTV Wittmund, der als ostfriesischer Verein aus geografischen Gründen in Friesland auf Punktejagd ging. Die Handballabteilung des MTV Jever wickelte im April ’71 eine internationale Sportbegegnung mit dem südschwedischen Verein H 43 Lund ab. Die Schweden reisten mit einer A-, B- und C-Jugendmannschaft an.
Saisonende für die Tischtennismannschaften: Der MTV Jever belegte in der Verbandsliga West den fünften Platz (21:15 Punkte). Meister wurde der WSC Frisia Wilhelmshaven (36:0 Punkte). Der TuS Varel beendete die Saison in der Parallelklasse als Sechster. In der Bezirksliga Oldenburg wurde die DJK Wilhelmshaven Vizemeister.
Zu einem Boßelwettkampf reisten die Aktiven von „Fleu herut“ Oldorf zur Insel Wangerooge, um dort mit vier Männer- und einer Frauenmannschaft einen Vergleichskampf gegen die Insulaner zu bestreiten. Während die Wangerooger bei den Männern einen deutlichen Sieg errangen, endete der Wettkampf der Frauen mit einem Unentschieden. Rüstringen 1911 wurde Meister des Boßelkreises Wilhelmshaven. Gegner „Hart um Hart“ Cäciliengroden reichte der Vorsprung von acht Schoet aus dem ersten Wettkampf nicht. Auf der Strecke im Polder siegten die Jadestädter mit 11 Schoet. Einen positiven Bericht erstattete der Vorsitzende des Boßelvereins „Munter up“ Schortens, Helmut Reents, über die abgelaufene Wettkampfsaison: Sechs Siege und zwei Niederlagen wurden verbucht.
In Jever liefen in der Dannhalm-Sporthalle die Vorbereitungen für das „Spiel ohne Grenzen“ an. 113 Aktive stellten sich zum Auftakt in den Dienst des für Juni geplanten Städtevergleichskampfes gegen Leck in Schleswig-Holstein. Die jeverschen Organisatoren, Stadtamtmann Christian Kuhle, Fachlehrer Toni Gaßmann, Polizeioberkommissar Wilfried Maaß und Schulhausmeister Günther Dankwardt reduzierten den Kreis zunächst auf 19 Frauen und 50 Männer für das spezielle „All-Round-Training“. Als das Kamerateam des Deutschen Fernsehen in Jever Ende April das Vorbereitungstraining aufnahm, waren noch 15 weibliche und 20 männliche Akteure dabei.
Erfolgreich abgeschlossen wurde die erste Wandersaison beim SV Grün-Gelb Roffhausen. Die 60 Teilnehmer erhielten von den Kreissportbund-Vertretern Helmut Wilken und Herbert Behrends ihre Auszeichnungen. 130 Teilnehmer nahmen an der Schlusswanderung des Kreissportbundes im Forst Upjever im Rahmen der Aktion „Gesund durch Bewegung“ teil. Urkunden und Plaketten wurden bei einer Kaffeetafel in der Gaststätte „Zum Forsthaus“ im Beisein der Bürgermeister Heinz Hinrichs (Schortens) und Karl Harms (Sillenstede) überreicht.
Der Sander Gemeinde-Sportbund wählte Helmut Janßen vom FC Rot-Weiß Sande/Cäciliengroden zum neuen Vorsitzenden. Er löst Ralf Schulz ab. Helmut Röschmann (TSV Germania/WTHC) wurde Nachfolger von Dr. Fritz Walter (nunmehr Ehrenvorsitzender) im Kreissportbund Wilhelmshaven. Auf der Jahreshauptversammlung des Reit- und Fahrvereins Jever-Moorhausen wurde Hajo Allmers zum 1. Vorsitzenden gewählt. Traute Harms und Werner Gut fungieren als Stellvertreter. Für den Kauf eines neuen Reitpferdes wurde eine Spendenaktion gestartet.
Für die „Olympischen Spiele“ 1972 in München wurde beim Maibock-Anstich des Friesischen Brauhauses Jever Mitte April 1971 im jeverschen „Schützenhof“ von den mehr als 400 geladenen Gäste eine Spende erbeten. Der Inhalt des aufgestellten „Olympia-Faß“ wuchs auf 7500 Deutsche Mark an.
Frieslands mitgliedstärkster Schwimmverein, Blau-Weiß Jever, feierte sein 20-jähriges Bestehen. Vorsitzender Kurt Hartkopf begrüßte zum Festball im jeverschen „Schützenhof“ viele der mehr als 600 Mitglieder.
Bei den ersten offiziellen deutschen Jiu-Jitsu-Meisterschaften in Marburg belegte Horst Marquardt (SDS Jever) den dritten Platz in der Klasse bis 70 Kilogramm. Helmut Hoffmann (Heidmühle) wurde Fünfter. Rang vier erkämpfte sich Berthold Skibbe aus Jever in der Klasse bis 85 Kilogramm.
Das zweite Handballturnier des Betriebssportverbandes gewann das Team der Betriebe Rohlfs/Behrends. Im Endspiel wurde die Mannschaft Kreisamt/LzO mit 14:11 Toren besiegt. Die Gebrüder Heiner und Hermann Rohlfs erzielten zusammen acht Treffer.
Die Saison-Vorbereitungen für die Fußballer der friesländischen Betriebe fand im Rahmen einer erweiterten Vorstandssitzung unter der Leitung von Erwin Schulz in der Gaststätte „Waldschlößchen“ in Addernhausen statt. Neun Teams wickeln in zwei Gruppen die Vorrundenbegegnungen ab. Der aktuelle Meister Bundesbahn/Mettcker sollte die friesländischen Farben im Mai beim Landesturnier in Vienenburg vertreten.
Der Vorsitzende des Heidmühler FC, Hermann Brocke, gab den Startschuss für die vierte Vereinsabteilung: In der Sporthalle Jungfernbusch nahmen 20 Frauen den Betrieb in der Gymnastikgruppe auf.
