Glarum - Es hätte so schön werden sollen: Der TuS Glarum hatte nach langem wieder einen Turnwettkampf in eigener Halle geplant, den Glarumer Mühlen-Cup. Es sollte ein klassischer Wettstreit mit Turnerinnen aus Wilhelmshaven, Friesland und befreundeten Vereinen des Turnbezirkes Weser-Ems werden. Allein dazu sollte es nicht kommen. Die stark steigenden Inzidenzen in Friesland und darüber hinaus, haben die Planungen des Vereins zunichte gemacht. Der Wettkampf wird nun wieder einmal verschoben – Termin offen.
Der TuS-Vorsitzende Reinhard Milter war enttäuscht: „Der Frust sitzt tief, diese Situation hatten wir schon einmal, im letzten Jahr. Auch damals konnte kein Wettkampf durchgeführt werden. Aber diesmal waren wir schlauer: Die aufgrund der Teilnehmermeldungen bereits beschafften Pokale und Medaillen tragen kein Jahresdatum. So können sie beim nächsten Mal ihrer Bestimmung zugeführt werden.“ Der Humor ist ihm geblieben.
Und ganz aufgeben, das kam für ihn und seine Vorstandskollegen auch nicht in Frage. Die Lage wurde sondiert und die Frage erörtert: Was ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen für welche Aktivitäten machbar? Schnell stand fest, dass nach Anpassung des lokalen Schutz- und Hygienekonzeptes den Glarumer Turnerinnen ein Angebot gemacht werden sollte, eine Ersatzveranstaltung in kleinstem Rahmen und unter Beachtung der gültigen 2G-Plus-Bestimmungen.
„Wenn man weiß, wie sehr sich die Aktiven auf diesen Wettbewerb vorbereitet und auf ihn hingefiebert haben, dann war man sich schnell einig. Etwas muss geschehen. Und das Strahlen in den Augen der Kinder am Wettkampftag und viele positive Rückmeldungen der Eltern haben bewiesen: Es hat sich gelohnt. Ja, es gab Ergebnislisten, ja, es gab eine Siegerehrung. Aber Platzierungen waren an diesem Tage unwichtig. Nur die schon viel zu lang ausgebliebene Wettstreitatmosphäre und das kribbelnde Feeling bei der Vorstellung bei den Kampfrichtern, der Adrenalinkick bei der Übungsvorführung, beim Einmarsch zur Siegerehrung – das hat wirklich gezählt.“
