Hooksiel - Literweise Regen überschwemmen die Straßen. Wer nicht raus muss, bleibt lieber drinnen im Trockenen. Vor den Haustüren bilden sich die ersten riesigen Pfützen. So sah es Freitag vielerorts aus. In Hooksiel, auf der Reitanlage Oesterdieken liefen die Vorbereitungen für das Turnier dennoch auf Hochtouren.
„Freitagabend haben wir noch mit Tauchpumpen versucht, die Plätze so gut es geht zu retten“, sagt Stephan Mohrmann, der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Hooksiel. Am Samstag und Sonntag veranstaltete der RuF Hooksiel ein Reitturnier – doch das unter erschwerten Bedingungen. Am Morgen des ersten Turniertages war es trocken, die Plätze dank des Einsatzes der Helfer in einem guten Zustand – den ersten Dressur-Prüfungen stand also nichts im Weg.
Parcours-Chef fällt aus
Obwohl es am Vormittag immer wieder kleine Schauer gab, war die Stimmung auf der Reitanlage Oesterdieken gut. Besucher und Reiter waren froh, endlich wieder Turnierluft schnuppern zu können. Die Dressurprüfung in der Klasse S* lockte viele Besucher nach Hooksiel. Letztendlich konnte Gonzalo Arnaiz Kanthak von der TG Bad Zwischenahn auf Gunner KS die Wertungsrichter von sich überzeugen.
Die Zuschauer ahnten nicht, welche Schwierigkeiten Stephan Mohrmann und das Vereinsteam im Hintergrund zu bewältigen hatten. „Uns ist kurzfristig der Parcours-Chef ausgefallen. Das ist in einer laufenden Veranstaltung ein großes Problem“, berichtet Stephan Mohrmann. Doch der Vorsitzende und die Vereinsmitglieder konnten noch rechtzeitig für Ersatz sorgen. „Sonst hätten wir die ganze Veranstaltung absagen müssen“.
Wetter spielt nicht mit
Doch beim Regen hatte das Team des RuF Hooksiel keinen Einfluss. Am Samstagnachmittag begann es erneut zu regnen. Die beiden Prüfungsplätze in Hooksiel standen unter Wasser. „Wir haben noch einmal versucht, etwas an den Plätzen zu retten, aber bei diesen Wassermassen kann man einfach nicht mehr viel machen.“ Das Turnier ganz Absagen kam für ihn dennoch nicht infrage.
So herrschte auch am Sonntag reges Treiben auf dem Vereinsgelände. Die matschigen Plätze schienen Reitern und Pferden nichts aus zu machen und auch das Publikum verfolgte das Geschehen gespannt. Das wechselhafte Wetter konnte der guten Stimmung nichts anhaben. „Wir haben die Prüfung der Kinder in die Halle verlegt“, berichtet Mohrmann am Sonntagnachmittag, als es schon wieder anfängt zu nieseln. So legten wenigstens die jüngeren Reiter ihre Prüfung im Trockenen ab.
Stephan Mohrmann ist trotz der Schwierigkeiten zufrieden mit dem Turnierwochenende. Das Hygienekonzept, das der Verein für das Wochenende erarbeitet hat, wurde anstandslos eingehalten. „Dank der vielen Helfer gab es einen reibungslosen Ablauf“, sagt der Vorsitzende erfreut. Auch Reiter und Besucher schienen zufrieden mit dem zweitägigen Turnier. „Ich hab noch keine Klagen gehört, außer über das Wetter“, sagt Mohrmann lächelnd.
