Hooksiel - Spielabbruch mit Folgen – für Fußball-Schiedsrichter Steven Noack: Kurz nach der Pause konnte der junge Unparteiische vom FC Nordsee Hooksiel die Bezirksliga-Partie zwischen den B-Junioren der JSG Wilhelmshaven und des TuS Eversten nicht mehr weiterpfeifen. Das Spiel wurde beim Stand von 0:1 abgebrochen und muss nun wiederholt werden.
Beim Sprint hat es geknallt
Was war passiert? „Die JSG hat einen langen Ball nach vorne geschlagen, und beim Sprint in Richtung Spielgeschehen hat es dann plötzlich geknallt“, sagt der 20-jährige Schiri. „Ich dachte erst, mir wäre ein Spieler in die Hacken gelaufen und habe mich sofort umgedreht. Da war aber niemand – der Rest waren einfach nur Schmerzen.“
Die Diagnose: Sehnenabriss im Unterschenkel, eine weitere Sehne ist angerissen. Neben einem Gips zur Ruhigstellung gab es auch ein paar schicke Gehhilfen dazu. Noack: „Um die drohende Operation komme ich zum Glück herum. Dafür bekomme ich einen Spezialschuh und muss warten, bis die Verletzung ausheilt. Meine Saison ist also praktisch gelaufen.“
Zwei Beobachtungen fehlten für Sprung in Talentkalender
Dabei hätte der 20-Jährige noch einiges vorgehabt: „Zum Sprung in den Talentkader hätte ich noch zwei Beobachtungen gebraucht“, erklärt der Hooksieler. „Dieses Ziel werde ich wohl oder übel verschieben müssen. Ich nehme den Schiedsrichter-Job sehr ernst und möchte später so hoch wie möglich pfeifen. Nun muss ich mich erstmal gedulden.“
„Verletzungen unserer Unparteiischen sind eine echte Seltenheit“, sagt Bezirksschiedsrichterwart Werner Brinker (Werlte). „In solchen Fällen sind die beteiligten Teams angehalten, nach geeignetem Ersatz zu suchen. Der Ersatzmann sollte schon im Besitz eines gültigen Schiri-Scheins sein. Ist keiner vor Ort, muss das Spiel – wie in diesem Fall – wiederholt werden.“
