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Mal etwas anderes als Flaute oder Starkwind Nur die Schleuse macht Ärger

Horumersiel - „Das ist die perfekte Welle – das ist der perfekte Tag“, sang die Popgruppe „Juli“ vor Jahren. Diesen Hit hatten die Seglerinnen und Segler im Ohr, als Samstag die 53. Horum-Regatta der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) bei wahrlich perfektem Segelwetter ablief. „Eigentlich kennen wir zu Horum nur Flaute oder Starkwind, heute passt aber alles“, sagte ein Teilnehmer aus Hooksiel. 69 Boote waren angemeldet – 63 gingen an den Start. Sechs Jachten blieben im Hooksmeer hängen, weil die Schleuse nicht mehr geöffnet werden konnte: Betriebsstörung. Die seit 1970 ausgetragene Horum-Regatta ist die meldestärkste Wettfahrt im Jaderevier.

Das Hochwasser trat bereits kurz nach 4 Uhr ein, was zur Folge hatte, dass die Skipper und ihre Crews schon zeitig aus Horumersiel und Hooksiel auslaufen mussten, um den Start um 8 Uhr auf Schillig-Reede zu erreichen. Ein beeindruckendes Bild bot sich, als die Armada in drei Starts auf den gut 20 Meilen langen Kurs geschickt wurde. Die Regattaleitung an Bord des Startboots „Fine“ hatte bange Sekunden zu überstehen, als sich beim ersten Start ein Pulk von Booten sehr dicht an Josef Mendes (Wangerooger Yachtclub) Motorjacht vorbei schob. „Das war knapp“, meine Wettfahrtleiter Hendrik Busemann vom WSV Hooksiel.

Schwere Aufgabe mit Gezeitenströmen

Bei schwacher bis mäßiger Brise ging es jadeabwärts um Minsener Oog herum auf den Pegel Wangerooge-Nord nördlich vom Cafe Pudding zu. Der Wind aus Nordwest zwang die Crews zu zahlreichen Kreuzschlägen. Nach dem Pegel galt es noch, die Jadetonne 11 zu steuerbord zu runden. Dort konnten auf dem Kurs zurück ins Ziel Spinnaker gesetzt werden.

Vor den Augen der Camper und Urlauber in Schillig wurde noch ein kurzer Up-and-down-Kurs gesegelt, bevor es ins Ziel ging. Die drei Gruppen der Jadebahn mussten nicht weit raussegeln, hatten aber mit dem Gezeitenströmen eine ebenso schwere Aufgabe zu bewältigen. „Wir wollten aber gerne auch mal wieder den langen Schlag nach draußen wagen“, erklärte Regattawart Alexander Bayer die erneute Änderung im gewohnten Ablauf. Die hohe Zustimmung unter den Skippern gab ihm im Nachhinein recht.

Gastgeber sichern sich den Wanderpreis

Insgesamt kehrten die Segler zufrieden und sonnengebräunt am frühen Nachmittag in die Heimathäfen zurück. Deshalb gab es bei der Siegerehrung und Preisverteilung am Hafen nur strahlende Gesichter. Den Wanderpreis, die Mellumbake, holten sich nach langer Pause die Gastgeber. Die Jachten „Stella Maris“, „Good will“ „Nu man to“ und „Circus maximus“ sorgten dafür, dass das Modell der Spitzbake im Vereinsheim „Südkantine“ stehen bleiben kann.

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